Versandhandel
Otto kürzt fast 700 Stellen

Der Otto-Konzern will sich im deutschen Versandhandel neu aufstellen. Nach monatelanger Ungewissheit zeichnet sich die Zukunft von drei Tochterunternehmen klarer ab. Allerdings auf Kosten von bis zu 700 Arbeitsplätze.
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HamburgDer Handels- und Dienstleistungskonzern Otto wird in den kommenden Jahren bei drei deutschen Versandhandelstöchtern bis zu 700 Stellen streichen. Das sei eine Maximalzahl bis 2015, die sich aus vorläufigen Schätzungen ergebe, teilte die Otto Group am Donnerstag in Hamburg mit. Endgültige Aussagen seien Ende Februar zu erwarten, wenn die Planungen im Detail vorliegen.

Der größte Einschnitt sei mit 450 von mehr als 3200 Vollzeitstellen bei der Einzelgesellschaft Otto möglich, der Keimzelle des Konzerns. Das wären 14 Prozent der Belegschaft. Bei Baur in Burgkunstadt stehen 210 von knapp 2200 Arbeitsplätzen zur Disposition, bei Schwab in Hanau 40 von 900.

Otto hatte bereits im April angekündigt, die Marken Otto, Baur und Schwab neu zu ordnen und im Online-Markt schärfer zu positionieren. Die Unternehmen sind durchaus gesund; der Universalversender Otto verzeichnet wachsende Umsätze und Gewinne. Gleichzeitig zeichnet sich aber ab, dass Otto durch neue Konkurrenten wie Zalando oder Media Markt unter verschärften Konkurrenzdruck gerät.

Der Universalversand Otto hat die Umstellung auf den Online-Handel besser hinbekommen als Neckermann und Quelle. Bei der Einzelgesellschaft beträgt der Online-Anteil 75 Prozent. „Wir wollen aus einer Position der Stärke heraus handeln und investieren“, sagte ein Unternehmenssprecher.

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Neue Investitionen in Sortiment und Marketing

Kommentare zu " Versandhandel: Otto kürzt fast 700 Stellen"

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  • ja ja Otto der GROßE was Otto ankündigt wird doch schon seit Jahren gemacht mit Hermes und seinem 2009 verkauften (verschenkten) Kundendienst,beim Kundendienst der ja von da ab nicht mehr zum Otto gehörte lies mann diesen sterben.
    Ich kam aus diesem Bereich und die die noch beim Ottokundendienst später Hermestechnischer Kundendienst genannt dann TS24 hatten auch immer alles gegeben für Otto.
    Durch die Schließung dieses bleibt Otto sauber da das Unternehmen ja nicht mehr teil dieses war und keiner spricht mehr vom schleichenden Stellenabbau.
    aber so ist das in dieser Welt fressen oder gefressen werden, wer gefressen wird wird vom Markt genommen, trotzdem auf das arbeitsamt ist kein verlass nur Jobs für weniger Geld.
    Ich habe glück gehabt die neue firma weiß mein können zu schätzen und auch honorieren

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