Versandhandel: Ottos Gewinn stagniert

Versandhandel
Ottos Gewinn stagniert

Versandhändler Otto bekam im zurückliegenden Jahr die Zurückhaltung der Verbraucher zu spüren: Lediglich um 1,5 Prozent stieg der Gewinn. 2012 soll genauso schwierig werden. Investitionen im Online-Handel sind geplant.
  • 1

FrankfurtDer Versandhandelskonzern Otto hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Zurückhaltung der Kunden zu spüren bekommen. Im Geschäftsjahr 2011/12 (per Ende Februar) steigerte die Gruppe mit Marken wie Otto, Baur, Bonprix und Sportscheck den Umsatz lediglich um 1,5 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro. Der Gewinn sei aufgrund gestiegener Rohstoffkosten, der Zurückhaltung der Kunden in vielen Ländern und der Ertragsschwäche einzelner Firmen gesunken, teilte das Hamburger Unternehmen am Dienstag mit, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Das zurückliegende Geschäftsjahr sei von einem herausfordernden Umfeld geprägt gewesen, sagte der Vorstandsvorsitzende Hans-Otto Schrader. „Vor uns liegt ein nicht minder schwieriges Geschäftsjahr.“ Investieren will der Konzern in diesem Jahr in den Online-Handel, in Dienstleistungen und interessante Auslandsmärkte, gleichzeitig sollen die Investitionen in Unternehmen, die nicht nachhaltig profitabel sind, zurückgeschraubt werden. „Unser Ziel ist ein moderates weiteres Wachstum bei deutlich steigenden Gewinnen“, sagte Schrader.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wuchs der Konzern vor allem im Geschäftsbereich Finanzdienstleistungen (plus 16 Prozent) mit dem Forderungseintreiber EOS und der Sparte Service (plus 9,1 Prozent), zu der der Paketzusteller Hermes gehört. Im Online-Handel, wo Otto vor allem mit dem Branchenprimus Amazon konkurriert, kletterte der Umsatz um 9,2 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Insgesamt stagnierten die Einzelhandelsumsätze jedoch bei zehn Milliarden Euro.

Negativ entwickelte sich vor allem das Geschäft in Frankreich, das um knapp sechs Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro schrumpfte. Otto begründete dies mit einer gesunkenen Kauflaune der Modekunden und dem Umbau des Versandhandel-Geschäftsmodells in dem Land. Kräftig zulegen konnte der Konzern dagegen im aufstrebenden Russland. Hier stieg der Umsatz trotz negativer Wechselkurseffekte um knapp 35 Prozent auf 474 Millionen Euro. In Nordamerika stagnierten die Erlöse dagegen wechselkursbedingt annähernd bei 1,15 Milliarden Euro. In Asien sank der Umsatz vor allem infolge des Verkaufs des Koreageschäfts um fast neun Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Versandhandel: Ottos Gewinn stagniert "

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Wenn er auch immer nur die selben alten Gags bringt, sollte er sich nicht wundern!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%