Versandhandel
Probleme beim Quelle-Ausverkauf

Mitten im entscheidenden Schluss-Verkauf verliert Quelle die Unterstützung eines wichtigen Lieferanten: Weil dem insolventen Versandhändler das Geld ausgeht, erwägt AEG nun Waschmaschinen und Kühlschränke der Eigenmarke "Privileg" abzuholen. Deshalb könnten diese derzeit nicht bestellt werden.
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HB FRANKFURT. Im Schlussverkauf droht Quelle das Geld auszugehen. Görg habe beim Amtsgericht in Essen drohende Masseunzulänglichkeit angemeldet, sagte der Sprecher. Damit müssten sich Lieferanten, die Quelle seit der Anmeldung der Insolvenz am 1. September noch beliefert haben, mit ihren Forderungen hinten anstellen, können aber auch ihre Waren abholen.

Für die rund 4000 gekündigten Mitarbeiter von Quelle bedeutet die sogenannte "Insolvenz in der Insolvenz", dass die Arbeitsagentur ihren Lohn bis zum Auslaufen der Arbeitsverträge aufstockt.

Seit Sonntag versucht Quelle die letzten 18 Mio. Waren im Internet und über die ebenfalls vor der Schließung stehenden eigenen Technik-Center loszuschlagen. An den ersten beiden Tagen sind nach Angaben des Insolvenzverwalters bereits fast 150 000 Bestellungen eingegangen. Doch die Abwicklung des Ausverkaufs kostet Geld, die Kunden haben zwei Wochen Zeit zu zahlen. Die Factoring-Banken Valovis, Commerzbank und BayernLB hatten ihre Zahlungen aus der Vorfinanzierung von Kundenforderungen nach dem Scheitern des Verkaufsprozesses für Quelle Deutschland eingestellt.

Das habe die Liquiditätslage verschärft, sagte der Sprecher Görgs. Der Verwalter hatte die Lieferanten bereits vergangene Woche gewarnt, dass Quelle "absehbar in eine sehr kritische Liquiditätssituation geraten" könnte. Daher werde "geprüft, ob die laufenden Bestellungen bezahlt werden können". Vor den Toren der Lagerhallen stapeln sich noch angelieferte Waren, die Quelle nicht mehr annahmen will.

Das habe die Liquiditätslage verschärft, sagte der Sprecher Görgs. Der Verwalter hatte die Lieferanten bereits vergangene Woche gewarnt, dass Quelle "absehbar in eine sehr kritische Liquiditätssituation geraten" könnte. Daher werde "geprüft, ob die laufenden Bestellungen bezahlt werden können". Vor den Toren der Lagerhallen stapeln sich noch angelieferte Waren, die Quelle nicht mehr annahmen will.

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  • ich bin Quelle Kunde und habe eine Gefrierschrank Privileg (Hersteller Electrolux) best.Nr 023 941 5M bestellt.

    Von der Spedition, die unseren Gefrierschrank ausliefern soll, haben wir erfahren, dass ein Eigentumsvorbehalt seitens Electrolux auf alle von Electrolux hergestellten Privileg-Geräte ausgesprochen wurde. Damit wird eine Auslieferung des Gefrierschranks an mich verhindert.

    Werden die bestelltene Waren nicht abgesichert durch eine bank, Stichwort Faktoring?

    Die Situation ist ausgesprochen unangenehm, da ich den Auftrag nicht stornieren kann und Quelle den Auftarg ja prinzipiell fregegeben hat.

    besteht eine Aussicht das Gerät zu bekommen?

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