Versandhausriese sucht Interessenten für Hanseatic Bank und Großhandel Fegro/Selgros
Otto-Konzern will Schulden durch Verkäufe drücken

Der Hamburger Versandkonzern Otto will in diesem Jahr seine Schulden deutlich senken. Der größte Versender der Welt plant unter anderem Firmenverkäufe und will seinen Lagerhaltung verbessern.

HAMBURG. Damit will Vorstandschef Michael Otto die Nettoverschuldung um einen größeren dreistelligen Millionenbereich senken – Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres lagen sie bei rund 7 Mrd. Euro – und die Ertragslage im laufenden Geschäftsjahr 2004/05 verbessern. Im vergangenen Geschäftsjahr war das Vorsteuerergebnis (EBT) um 7,3 Prozent zurückgegangen.

„Wir erwarten für das laufende Geschäftsjahr einen Zuwachs beim Umsatz und beim Ertrag“, sagte Michael Otto. Hilfe bekommt der Konzern dabei auch von der sich langsam wieder belebenden Inlandsnachfrage – bereits im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sei der Gruppenumsatz um 4,1 Prozent gestiegen.

Angesichts der schlechteren Ertragslage hat Michael Otto die Zuständigkeiten des Vorstands neu ausgerichtet und will sich von verschiedenen Firmenbeteiligungen trennen. Dazu gehört die Hanseatic Bank, die sich vor allem auf Konsumentenkredite konzentriert hat. Hier würden Gespräche mit diversen Interessenten geführt – darunter auch mit dem Börsenneuling Postbank. „Wir gehen davon aus, dass wir in diesem Jahr unseren Anteil bis auf 25 Prozent an einem strategischen Partner abgeben werden“, sagte der Vorstandschef.

Auf Ottos Verkaufsliste stehen zwei weitere Gesellschaften: der 50-prozentige Anteil am Großhandelsunternehmen Fegro/Selgros sowie Europas größter Computerhändler Actebis. Über Fegro/Selgros will Otto demnächst mit der Kölner Rewe-Gruppe, die Partner in dem Joint Venture ist, über einen Verkauf der Beteiligung sprechen. Ob Rewe Interesse an einem Erwerb des Anteils hat, ist unklar. Das Unternehmen war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Otto erwirtschaftete bei Fegro/Selgros im Geschäftsjahr 2003/04 ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 19 Mill. Euro, während noch ein Jahr zuvor ein Verlust von einer Mill. Euro angefallen war.

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