Versandlogistik
Post erwartet hohen Verlust wegen Neckermann-Pleite

Die Post-Tochter DHL hatte 2005 die Versandlogistik von Quelle und Neckermann gekauft. Ein riskantes Geschäft, durch das der Deutschen Post nun hohe Verluste drohen - vermutlich in zweistelliger Millionenhöhe.
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DüsseldorfDie Pleite des Versandhauses Neckermann bringt die Geschäftsprognose der Deutschen Post ins Wanken, die für dieses Jahr eigentlich mit einem Betriebsgewinn (Ebit) von mindestens 2,5 Milliarden Euro gerechnet hatte. Nachdem bereits Anfang Juni ein Steuer-Nachzahlungsbescheid das Jahresergebnis um 180 Millionen Euro reduzierte, kommen nun durch den Ausfall des Großkunden womöglich Abschreibungen in einer hohen zweistelligen Millionensumme hinzu.

2005 hatte die Post-Tochter DHL die Versandlogistik der Schwesterfirmen Quelle und Neckermann gekauft, um die Dienstleistung den Häusern anschließend in Rechnung zu stellen. Wie riskant das Geschäft war, zeigte sich schon vier Jahre später bei der Insolvenz von Quelle und Karstadt: Die übernommenen Assets musste die Post mit einem Betrag von 247 Millionen Euro abschreiben.

Die Post bestätigte dem Handelsblatt, dass sie jetzt auch im Fall Neckermann prüfe, in welcher Höhe dessen Pleite Schäden hinterlässt. Zu Details wollte sich ein Sprecher nicht äußern.

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