Versicherungsklage
Schlecker verklagt Mannheimer wegen Heros-Pleite

Die Drogerie-Kette Schlecker macht Ernst und hat Klage gegen die Mannheimer Versicherung im Zusammenhang mit der Pleite der Geldtransportfirma Heros eingereicht.

HB FRANKFURT. Ein Sprecher der Mannheimer bestätigte die Klage am Montag. Der Versicherer könne diese nach derzeitigem Sachstand nicht nachvollziehen. Er hafte nur für den Verlust von Bargeld auf dem Transport, nicht aber für veruntreutes Giralgeld. „Bei uns ist lediglich das Bargeld versichert gewesen“, sagte der Sprecher. Darüber hinaus seien die Vorgänge noch nicht geklärt, weil die Staatsanwaltschaft nur zum Teil Einsicht in die Akten gewährt habe. „Es gibt für uns noch sehr viel aufzuklären“, resümierte der Sprecher. Zur Höhe des Forderung äußerte er sich nicht.

Schlecker war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der Inhaber von Heros und führende Mitarbeiter sollen nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler rund 350 Mill. Euro an Kundengeldern veruntreut haben. Die „Stuttgarter Zeitung“ berichtete unter Berufung auf Schlecker-Anwalt Holger Kraft von der Kanzlei CMS Hasche Sigle, die Klage sei beim Amtsgericht Magdeburg eingereicht worden. Aus der Versicherungspolice von Schlecker gehe Kraft zufolge hervor, dass es sich nicht nur um eine Transportversicherung gehandelt habe, hieß es.

Die Mannheimer Versicherung hat bereits erklärt, dass sie wegen umfangreicherer Rückversicherungsverträge kaum finanzielle Risiken trägt. Sollte sie tatsächlich haften müssen, belaufe sich die eigene Belastung auf maximal 300 000 Euro, hatte der Vorstand im April erklärt.

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