Vertrag fristlos gekündigt
Tui-Angebote nicht mehr bei ab-in-den-Urlaub.de

Die Vorwürfe gegen den Online-Reisevermittler Unister haben bei Tui für Aufruhr gesorgt. Der Reise-Riese zieht seine Angebote von den Portalen des Leipziger Unternehmens ab – und verzichtet auf „eine ganze Menge Umsatz“.
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Leipzig/HannoverWegen der Ermittlungen gegen die Unister-Gruppe hat der Reise-Riese Tui den Agenturvertrag mit dem Leipziger Online-Reisevermittler fristlos gekündigt. „Das bedeutet, dass es ab sofort keine Tui-Produkte mehr über die Unister-Portale ab-in-den-Urlaub.de und fluege.de zu kaufen gibt“, sagte Tui-Sprecher Mario Köpers am Dienstag in Hannover.

Unklar blieb zunächst, wie schwer der Tui-Absprung für Unister wiegt. Unister-Sprecher Konstantin Korosides erklärte, der Tui-Anteil am Reiseumsatz der Leipziger liege „im einstelligen Prozentbereich“. „Unister arbeitet mit über 100 Reiseveranstaltern und Leistungsträgern zusammen. Deshalb werden wir hier entsprechende Alternativangebote problemlos dem Endkunden zur Verfügung stellen können.“

Tui-Sprecher Köpers machte zwar keine Angaben, wie viele Reisen über die Portale der Leipziger verkauft wurden, sagte aber: „Unister ist ein großer Player im Online-Markt. Wir verzichten definitiv auf eine ganze Menge Umsatz, um nicht in diesen Sumpf hineinzugeraten.“

Der Unister-Sprecher suchte zugleich nach anderen Erklärungen. Der Schritt des Reisekonzerns komme nicht überraschend, „da die Branche seit längerem darüber spekuliert, ob die Tui aus strategischen Gründen die Zusammenarbeit mit Online-Fremdportalen beenden möchte. Auch in anderen europäischen Ländern sehen wir diese Entwicklung.“

Tui ließ betonte dagegen, dass die Vorwürfe gegen Unister der Auslöser seien: „Wir sind Qualitäts- und Marktführer. Eine Zusammenarbeit mit einem Vermittler, der im Verdacht der massiven Steuerhinterziehung und auch der Datenschutzverletzung steht, kommt für uns nicht infrage.“

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Verdacht der illegalen Geschäftemacherei

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  • Das, was „Roothom“ schreibt, wirkt mir, wie die großangelegte Reputation-Management-Kampagne, die momentan in ähnlichem Wortlaut in allen Medien zu finden ist, die über den aktuellen Unister-Fall berichten.

    Dass die Versicherungssteuer die gleiche Höhe wie die Umsatzsteuer hat stimmt zwar, aber das macht diese noch nicht gleich. Jedoch gibt es Unterschiede u.a. was Bemessungsgrundlage, Vorsteuerabzug, etc. angeht. Aber solche Sachen lernt man als einfacher Unister-Angestellter wohl nicht. Oder man lässt sie aus gutem Grund weg, weil sonst die Argumentation in sich zusammenfällt.

  • Da scheint mir der erste Kommentator doch glatt ein Mitarbeiter oder sogar Führungsmitglied von Unister zu sein. Wer aus dem privaten Umfeld hat schließlich noch keine negativen Erfahrungen mit diesen Portalen machen müssen ...

  • Sehr merkwürdige Entscheidung - ist es doch bislang nur ein Verdacht. Wie war das doch gleich mit der Unschuldsvermutung bis zum Beweis des Gegenteils??? Und überhaupt bin ich sehr gespannt, wie das ganze weitergeht. Stattt Versicherungssteuer wurde vermutlich Umsatzsteuer in gleicher Höhe abgeführt. Wo ist da der Schaden entstanden??? Ohne nähere Angaben zu dem Fall fürchte ich, dass auch dies eine Überreaktion ist - Zweck ist mir unklar. Bleibt zu klären, ob es sich wirklich eindeutig um Versicherungsleistungen handelt, die ohne Zulassung angeboten wurden - aber selbst dann scheint mir die Vorgehensweise nicht angemessen. Aber vielleicht hat das Ganze ja ganz andere Hintergründe...

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