Vertragsverhandlungen hinausgezögert
Brüssel erzwingt freie Fahrt für deutsche Bahnfirma

Das deutsche Bahnunternehmen GVG bekommt freie Fahrt nach Italien. Die italienische Staatsbahn FS habe sich verpflichtet, ihre Gleise und Lokomotiven für die Züge der Georg Verkehrsorganisation (GVG) in Frankfurt bereitzustellen, teilte die Europäischen Kommission am Donnerstag in Brüssel mit.

HB/dpa BRÜSSEL. Die Brüsseler Behörde habe daraufhin ihr Verfahren gegen die FS wegen wettbewerbsrechtlicher Verstöße eingestellt. Die GVG könne nun wie geplant ihre Züge einsetzen, die eine Stunde schneller in Mailand sein sollen als die Angebote der Konkurrenz.

„Diese Entscheidung wird im Wettbewerb auf dem europäischen Eisenbahnmarkt Geschichte schreiben“, meinte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti. Sie vergrößere die Auswahl für die Bahnkunden und erhöhe die Attraktivität der Schiene gegenüber anderen Verkehrsträgern.

Mit der Schweizer Bundesbahn (SBB) hatte GVG den Angaben zufolge bereits 1996 eine Vereinbarung zur Nutzung schweizerischer Schienenwege zu den gewünschten Zeiten geschlossen. Die Verhandlungen mit den FS zogen sich jedoch hin, bis die Kommission in Brüssel ein Verfahren einleitete. Dieses wurde nun mit einer Entscheidung beendet, die dem italienischen Unternehmen klare Vorgaben macht. Die FS haben sich demnach verpflichtet, Loks und Lokführer für die GVG-Züge bereitzustellen. Außerdem haben die Italiener laut Kommission versprochen, wie gewünscht ihr Schienennetz zu öffnen.

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