Verweis auf Kunden
Mehdorn warnt Lokführer vor Streiks in Ferien

"Streiks bei der Bahn zur Ferienzeit wären eine schlimme Sache", meint Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Er warnt die Lokführer-Gewerkschaft vor einer solchen Maßnahme, die die "Kunden unter den Machtspielen einer kleinen Gewerkschaft leiden" lassen würde.

HB HAMBURG. "Dazu darf es nicht kommen. Millionen Menschen freuen sich auf die schönsten Wochen im Jahr. Unsere Kunden dürfen nicht unter den Machtspielen einer kleinen Gewerkschaft leiden“, schreibt Mehdorn in einem Gastbeitrag für „Bild am Sonntag“. Mehdorn betonte zugleich seine Verhandlungsbereitschaft: „Die Tür ist nicht zugeschlagen. Nur eines werde ich nicht zulassen: Dass wenige Gewerkschaftsfunktionäre die beispiellose Sanierungsleistung von 230 000 Bahnmitarbeitern kaputt machen.“ Im Interesse der Kunden werde die Bahn nicht müde, „weiter die Hand auszustrecken“.

Die Bahner seien immer eine Familie gewesen, die in guten und schlechten Zeiten zusammengestanden habe. Deshalb habe die Bahn der Lokführer-Gewerkschaft GDL auch neue Angebote gemacht. „Wir wollen über bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen verhandeln. Wir sind sogar bereit, dass ein externer, unabhängiger Experte die finanzielle Lage der Lokführer bewertet. Wenn diese neutrale Person Änderungsbedarf sieht, sind wir zu verbindlichen Korrekturen bereit“, schreibt Mehdorn.

Wegen der drohenden Bahn-Streiks in der Urlaubszeit hat nun auch Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Tarifpartner appelliert. „Jetzt in der Ferienzeit wäre es natürlich wünschenswert, dass die Menschen ihren Urlaubsort auch mit der Bahn möglichst unbeschwert und gut erreichen können“, sagte die CDU-Chefin nach einer Meldung der „Passauer Neuen Presse“. „Natürlich haben die Tarifpartner eine hohe Verantwortung, der sie gerecht werden sollten.“ Es sei jedoch guter Brauch, dass sich die Politik nicht in Tarifauseinandersetzungen einmische.

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