Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2010
Durchbruch bei Bahn-Tarifverhandlungen

Bei der Bahn haben sich Vorstand und Gewerkschaften am Montag auf eine Nachbesserung ihres im vergangenen Jahr beschlossenen Beschäftigungspaktes geeinigt. Für die rund 140 000 Beschäftigten wurde eine bereits rückwirkend für 2004 geltende Mitarbeiterbeteiligung vereinbart.

HB BERLIN. „Wir haben für die Bahn einen ganz wichtigen Schritt in Richtung Wettbewerbsfähigkeit gemacht“, sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn am Montagabend nach gut fünfstündigen Verhandlungen in Berlin. Der Chef der Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, sprach von einem Erfolg. Die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich werde ab Juli nur noch von 38 auf 39 Stunden erhöht. Zudem gebe es monatlich 50 Euro mehr bis zum Ende der Vertragslaufzeit Ende Juni 2007. Dann sollen die Tarife linear noch einmal um 1,9 Prozent erhöht werden.

Der Beschäftigungspakt war bereits im Dezember verhandelt, von den Gewerkschaften Transnet und GDBA aber noch nicht unterschrieben worden. Die Gewerkschaftsbasis hatte zuletzt Nachbesserungen verlangt. Dem Pakt zufolge verzichtet die Bahn auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2010 für alle Mitarbeiter, die länger als fünf Jahre im Unternehmen sind. Im Gegenzug hatten die Gewerkschaften einer Verlängerung der Arbeitszeit auf 40 Stunden oder eine Lohnkürzung bei der 38-Stunden-Woche zugestimmt. Dies wurde nun auf 39 Stunden reduziert. Zudem wurde die Streichung eines Urlaubstages vereinbart.

Die Gewerkschaften fürchteten zuletzt aber, dass durch die verlängerte Arbeitszeit der Stellenabbau auch ohne Kündigungen beschleunigt werden könnte.

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