Verzicht auf Kooperation: L'Oréal boykottiert Aldi

Verzicht auf Kooperation
L'Oréal boykottiert Aldi

Auf dem deutschen Kosmetikmarkt tobt ein Preiskampf: Unter anderem deswegen will L'Oréal seine Produkte nicht bei Aldi verkaufen. Der Konzern ist auf das Geschäft mit dem Discounter auch nicht angewiesen.
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DüsseldorfDer Preiskampf auf dem deutschen Kosmetikmarkt ist hart. So hart, dass L'Oréal seine Lippenstifte, Nagellacke und Wimpertuschen nicht auch noch dem Preiskampf deutscher Discounter aussetzen will. Zumindest derzeit will der französische Kosmetikkonzern seine Produkte nicht bei Aldi verkaufen. Das teilte die Deutschland-Chefin des Kosmetik-Weltmarktführers, Nathalie Roos, vor einigen Tagen am Rande einer Veranstaltung in Düsseldorf mit.

Damit schlägt L'Oréal einen anderen Weg als sein deutscher Konkurrent Beiersdorf ein. Der Dax-Konzern verkauft seine Marke Nivea seit fast einem Jahr auch bei Aldi. Vor allem Beiersdorf hat von dieser Kooperation profitiert: Erstmals seit Jahren erzielte das Unternehmen wieder ein nennenswertes Plus auf dem deutschen Markt. Insidern zufolge lag dies auch an den 14 Produkten, die seit Mai 2013 bei Aldi im Regal stehen.

L'Oréal hingegen verzichtet auf einen solchen Schub. Der französische Konzern kann sich dies allerdings auch problemlos leisten. Im vergangenen Jahr steigerte der Kosmetik-Weltmarktführer seinen Umsatz hierzulande um 6,3 Prozent – und stellte mit 1,14 Milliarden Euro sogar einen neuen Rekord auf. Und das trotz des Preiskampfes auf dem Kosmetikmarkt.

Möglicherweise will sich der französische Konzern aber auch schlichtweg nicht noch einem weiteren Wettbewerb um den niedrigsten Preis aussetzen. Aldi hatte erst vor kurzem verkündet, seine Preise für ausgewählte Produkte zu senken. Kosmetika fallen nicht darunter. Zumindest bisher.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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