Viele Geschäfts-Fluggäste wandern ab
"Pleitegeier" kreist über US-Airlines

Die Hiobsbotschaften bei den großen traditionellen US-Fluggesellschaften häufen sich. Sie haben seit den Terrorattacken vom 11. September 2001 riesige Milliardenverluste eingeflogen.

HB NEW YORK. Dagegen floriert das Geschäft der Billigfluglinien wie nie zuvor, vor allem bei Southwest, JetBlue und America West. Sie haben inzwischen einen Marktanteil von 25 Prozent im US-Fluggeschäft und wachsen rasant weiter.

Die siebtgrößte US-Fluggesellschaft US Airways hat am Wochenende zum zweiten Mal in zwei Jahren einen Insolvenzantrag gestellt, weil sie nicht mit der Konkurrenz der Billigfluglinien, den hohen Kosten und Schulden fertig werden konnte. Dies gilt auch für United Airlines, die sich seit Dezember 2002 im Insolvenzverfahren befindet. Die Hawaiian Airlines hatte dieses Schritt im März 2003 vorgenommen.

Ebenso ominös sind die Insolvenz-Drohungen der drittgrößten US- Fluggesellschaft Delta Air Lines. Die schwer angeschlagene Airline will im Zuge einer weit reichenden Neuausrichtung in den kommenden 18 Monaten zwischen 6 000 und 7 000 Mitarbeiter entlassen oder zwölf Prozent der Gesamtbelegschaft. Delta schloss auch ein Insolvenzverfahren nicht aus, falls die eigenen Sparpläne nicht voll realisiert werden sollten. Das Unternehmen will bis 2006 jährliche Einsparungen von mehr als fünf Milliarden Dollar (4,2 Mrd Euro) erreichen.

Nach der Entregulierung der amerikanischen Luftfahrt im Jahr 1978 durch den damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter waren in den achtziger und neunziger Jahre bereits Fluggesellschaften wie Braniff, Eastern und PanAm gescheitert, und es gab eine massive Konsolidierung. TWA musste mehrfach in Insolvenzverfahren und endete schließlich im Jahr 2000 bei der weltgrößten Fluggesellschaft American Airlines. Die Continental Airlines hatte sich nach zwei Gängen zum Insolvenzrichter erfolgreich saniert.

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