Viertes Quartal
Cewe steigert mit Fotobüchern den Gewinn

Fotobücher zu Weihnachten zu verschenken, ist beliebt. Deswegen konnte der Fotoentwickler Cewe seinen Gewinn um 15 Prozent steigern und mauserte sich zum großen Gewinner des SDax. Zukäufe sind nicht ausgeschlossen.
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FrankfurtEuropas größter Fotoentwickler Ceee hat dank guter Weihnachtsgeschäfte mit Fotobüchern und anderen Geschenken im vierten Quartal einen Gewinnsprung hingelegt. Vor Steuern und Zinsen kletterte das Ergebnis (Ebit) um 15 Prozent auf 33,5 Millionen Euro, wie das Oldenburger Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das machte den Verlust aus den ersten neun Monaten mehr als wett - im Gesamtjahr stieg das Ebit um ein Prozent auf 29,4 Millionen Euro.

Cewe erzielt traditionell seinen kompletten operativen Gewinn und mehr als ein Drittel seines Jahresumsatzes im vierten Quartal und muss seine Produktion immer extrem hochfahren. „Wir managen diesen Trend der Saisonverschiebung seit Jahren und haben unsere Kapazität stark flexibilisiert“, erklärte Vorstandschef Rolf Hollander.

Der Umsatz stieg im vierten Quartal um 5,6 Prozent auf 188 Millionen Euro. Das ergab für das Gesamtjahr ein Umsatzplus von 4,2 Prozent auf 529 Millionen Euro. „Das sind sehr solide Zahlen“, urteilte Marcus Silbe, Analyst bei Close Brothers Seydler. Das sahen auch die Anleger so: Die Cewe-Aktien kletterten auf 51,65 Euro und damit auf den höchsten Stand seit mehr als acht Jahren. Mit einem Plus von mehr als fünf Prozent waren sie der größte Gewinner im SDax.

Ingesamt entwickelte das Oldenburger Unternehmen im vorigen Jahr 2,37 Milliarden Fotos, etwas weniger als die 2,46 Milliarden im Jahr zuvor. Dafür stieg die Zahl der verkauften Fotobücher auf 5,8 (Vorjahr: 5,6) Millionen Stück, was am unteren Ende des Zielkorridors des Unternehmens lag. Einen großen Umsatzsprung machte das Geschäft mit Druckaufträgen über das Internet, das Cewe als zweites Standbein aufbaut, um die Konzentration der Geschäfte im vierten Quartal etwas abzubauen. Hier legte der Umsatz 2013 um fast 40 Prozent auf rund 60 Millionen Euro zu.

„Wir sind auf dem besten Weg, bis 2016 in diesem Geschäftsfeld unser Umsatzziel von 100 Millionen Euro zu erreichen“, sagte Hollander. Der Vorstandschef hält auch nach Zukäufen Ausschau. Finanziell sei Cewe in der Lage, „attraktive Akquisitionsgelegenheiten entschlossen zu nutzen“.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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