Virtual Reality
Auf einen Kaffee mit pinken Monstern

Das Start-up Holocafé will aus Virtual-Reality-Spielen gesellschaftliche Treffpunkte machen. Unterstützt von Media Markt startet es jetzt in Düsseldorf – mit großen Plänen. Ein Bericht aus den virtuellen Welten.

DüsseldorfDer Einstieg ist noch einfach. Entwickler Oliver Eberlei passt mir die klobige schwarze Brille an, drückt mir in jede Hand einen Controller und entlässt mich in den virtuellen Raum. Ich drehe mich vorsichtig einmal um die eigene Achse – und erschrecke. Denn direkt vor mir schwebt eine weitere Virtual-Reality-Brille im zunächst leeren Raum. Es ist mein Mitspieler, der nicht nur physisch einen Meter vor mir steht, sondern per Software auch in die gleiche Computerwelt gebeamt wurde.

Mit simplen Übungen geht es los. Auf dem Boden liegen weiße Bälle und Würfel. Ich kann sie mit dem Controller greifen und hochheben. Ich werfe einen Ball zu meinem Mitspieler, der es tatsächlich schafft, ihn aufzufangen. Anschließend stapele ich vier Würfel aufeinander und balanciere sie stolz durch den Raum – zumindest bis mein Mitspieler meinen Turm mit einem gezielten Ballwurf zum Einsturz bringt.

Im Holocafé in den Düsseldorf-Arcaden werden sogar Kinderspiele cool. Das virtuelle Spielzimmer für erwachsene Kinder öffnet am kommenden Montag in einem Pop-Up-Store in dem Shoppingcenter im Düsseldorfer Stadtteil Bilk. Bereits jetzt können Kunden online Zeiten in der Virtual-Reality-Arena buchen.

Und das Holocafé bietet eine Premiere: „Wir sind die ersten, die Virtual-Reality-Spiele für mehrere Mitspieler anbieten“, erklärt Eberlei, der das Start-up zusammen mit den Spieleentwicklern Jessica Karger und Sebastian Kreutz gegründet hat. Kreutz hat die Ursprungsidee dazu geliefert – inspiriert vom „Holodeck“ aus dem Film „Star Trek“.

Alle drei sind selbstständige Spieleentwickler, die sich seit Jahren in virtuellen Räumen herumtreiben. Nun wollen sie mit ihrer Geschäftsidee Holocafé die Virtual-Reality (VR)-Games zum Gesellschaftsspiel machen. Dabei haben sie die Rollen klar verteilt: Jessica entwirft die bunten Landschaften und Fantasiewesen, Oliver programmiert die Software und Sebastian kümmert sich als Geschäftsführer um die Organisation.

Worauf sie stolz sind: Sie haben nicht nur ihre Spiele selbst entwickelt, sondern den Aufbau von Holocafé bisher weitgehend selbst finanziert. Unterstützt werden sie seit kurzem von der Metro-Tochter Media Saturn Holding, die ihnen Hardware zu Verfügung gestellt hat. Ein Spieler zahlt 12 Euro für 20 Minuten Spielzeit. „Allein mit den Vorausbuchungen, die wir jetzt schon haben, können wir die erste Monatsmiete bereits bezahlen“, sagt Eberlei.

Im Pop-Up-Store haben sie zunächst nur eine 25 Quadratmeter große Spielfläche. Ihr Traum aber ist es, nach der dreimonatigen Testphase eine größere Location zu bekommen, wo sie auch einen Café-Betrieb integrieren können, um das Holocafé zu einem richtigen Freizeittreffpunkt für Gamer zu machen. Wenn alles gut läuft, sollen Cafés in weiteren Städten folgen.

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„Das macht richtig Spaß“

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