Vision von Elon Musk
Wie die Bahn beim Hyperloop mitfährt

Tesla-Chef Elon Musk träumt vom Schnellzug Hyperloop. Zu seinen Fans gehört auch ein französischer Eisenbahnbetreiber, der als Investor bei dem Zukunftsprojekt einsteigt. Und auch die Deutsche Bahn spielt dabei mit.
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Las VegasIn 20 Minuten von Amsterdam nach Paris? Oder in 30 Minuten von Los Angeles nach San Francisco? Wenn es nach Rob Lloyd geht, soll das bald Wirklichkeit werden. Lloyd ist Chef von Hyperloop One, einem Start-up, das bis vor kurzem noch Hyperloop Tech hieß und in klassischer Gründer-Manier angetreten ist, um die Transportwelt zu verändern. In einer Röhre will Hyperloop One ein Vakuum erzeugen und in Geschwindigkeiten knapp unter der Schallgrenze Kapseln von einem Ort zum anderen jagen.

Die waghalsige Idee gewinnt Anhänger. Das Unternehmen aus Los Angeles hat gerade eine zweite Finanzierungsrunde in Höhe von 80 Millionen Dollar abgeschlossen, wie Lloyd am Dienstagabend bei einer Pressekonferenz in Las Vegas verkündete. Zu den Investoren gehören neben dem Risikokapitalfonds des Mitgründers Shervin Pishevar auch der französische Eisenbahnbetreiber SNCF und GE Ventures, der Risikokapitalfonds von Siemens-Konkurrent General Electric.

Lloyd, der früher Top-Manager beim Netzwerkausrüster Cisco war, vergleicht den Hyperloop gern mit dem Hochgeschwindigkeitsinternet. „Transport ist das neue Breitband“, heißt das Motto des Unternehmens. Statt Daten sollen künftig Personen und Güter mit bis zu 1200 Kilometer pro Stunde durch ein Netzwerk aus Stahlröhren gejagt werden. „Stellen Sie sich vor, man könnte ganze Häfen weg von den Ufern ins Meer verlegen und mit unterirdischen Hyperloop-Röhren ans Festland anbinden“, schwärmt der Hyperloop-Chef, der am Mittwoch auf der Teststrecke nördlich von Las Vegas den ersten großen Antriebstest plant.

Um das ehrgeizige Projekt in den nächsten Jahren Wirklichkeit werden zu lassen, hat Hyperloop One am Dienstag auch Partnerschaften mit Beratern, Architektur- und Ingenieursbüros verkündet. Dazu gehört auch der Beratungsarm der Deutschen Bahn, DB Engineering and Consulting.

Weitere Partner sind unter anderem die Unternehmensberatung KPMG, die Schweizer Tunnelexperten Amberg Group, das britische Ingenieursbüro Arup und das französische Ingenieurbüro Systra, das ein Zusammenschluss von SNCF und des Betreibers des Öffentlichen Nahverkehrs in Paris, RATP, ist.

„Wir könnten den Hyperloop heute schon bauen, er wäre nur sehr teuer“, gibt Mitgründer und Technologie-Vorstand Brogan BamBrogan zu bedenken. Der frühere Ingenieur bei Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX will den Hyperloop deutlich günstiger machen als den Bau von Hochgeschwindigkeitszugstrecken, die im Durchschnitt 20 Millionen Dollar pro Kilometer kosten.

Dass das futuristische Fortbewegungsmittel technisch machbar ist, daran hat er keinen Zweifel. „Es gibt keine Turbulenzen, wir sind vom Wetter unabhängig und weil die Kapseln autonom durch die Röhre gleiten werden, wird es auch keine Pilotenfehler geben“, stellt er klar. Um dabei zu helfen, regulatorische Hürden aus dem Weg zu räumen, sitzt der frühere Berater von Präsident Obama, Jim Messina, im Verwaltungsrat.

Kommentare zu " Vision von Elon Musk: Wie die Bahn beim Hyperloop mitfährt"

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  • Damit lässt sich nun mal kein Geld verdienen und das ist die Hauptsorge des Kapitalismus. Es können nur wenige Reiche geben wenn die vielen anderen nun mal arm sind. Wer soll sonst für den Reichtum der Wenigen arbeiten ?

  • Anstatt unser Leben zu entschleunigen und wieder zur Vernunft zu kommen, sollen wir jetzt Züge auf 1200 km/h beschleunigen, wieso? Wer hat daran ein Interesse, wahrscheinlich wieder nur die Wirtschaft, die dann ihre Leute noch mehr von Termin zu Termin hetzen lassen kann. Solche Züge braucht die Menschheit nicht, genausowenig wie den Überschalljet. Sorgt mit dem anscheinend vorhandenen Geld lieber mal dafür, dass auf diesem Planeten niemand mehr verhungert und das endlich diese gottverdammten Religions- und Ölkriege beendet werden. Das wäre einmal eine sinnvolle und nachhaltige Aufgabe für die Investoren und Großkapitalisten dieser Welt. Macht erstmal die Welt zu einem besseren Ort, dann könnt ihr meinetwegen solche Projekte angehen, aber erst dann!

  • Der "Märchenverkaufer" Elon Musk mal wieder.
    Wo der nicht schon alles den Leuten (Investoren) das Geld aus den Taschen gezogen hat....Erfolg....fehlanzeige!

    Woran ist eigentlich die erste Geldgeberrunde (Hyperloop Tech) gescheitert und warum soll die zweite Geldgeberrunde (Hyperloop One) jetzt besser laufen?

    Das Kosten-Leistungsverhältnis ist bei diesen Phantasiepordukten (Tesla, Raumfahrt und jetzt auch noch Hyperloop) zu einseitig. Die Kosten überwiegen jedesmal die Leistung. Es besteht bei diesen Phantasiepordukten einfach kein zählbarer bzw.bezahlbarer Mehrwert für den Verbraucher und somit auch nicht für den Investor.

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