Völkerrechtliche Bedenken
Bahn-Tochter steigt aus Schnellzugprojekt in Israel aus

Die Deutsche-Bahn-Tochter DBI steigt aus dem Projekt zum Bau einer Schnellzugstrecke zwischen Tel Aviv und Jerusalem aus. Grund sind völkerrechtliche Bedenken.
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BerlinDie Deutsche-Bahn-Tochter DBI steigt in Israel aus dem Schnellzugprojekt zum Bau einer Strecke zwischen Tel Aviv und Jerusalem aus. Eine Bahn-Sprecherin bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“, äußerte sich aber nicht zu Details. Der „Spiegel“ nannte völkerrechtliche Bedenken als Grund für den Ausstieg, da die Hochgeschwindigkeits-Trasse sechs Kilometer weit durch das palästinensische Westjordanland führen soll. Eine Palästinenser-Initiative habe das Engagement der Deutschen Bahn daher kritisiert.

Auch die DB International (DBI) halte die geplante Streckenführung aus völkerrechtlicher Sicht für problematisch, berichtete das Magazin aus Bahnkreisen. Die 1,2 Milliarden Euro teure Trasse soll dem Bericht zufolge spätestens 2017 Tel Aviv und Jerusalem in nur 28 Minuten miteinander verbinden. Die DBI habe Israel Railways bei der Elektrifizierung der Strecke beraten und Studien zu den Höhenprofilen erstellt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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