„Volkswirtschaftlicher Gegenwind“
Starbucks enttäuscht Anleger

Angesichts der schwächelnden US-Wirtschaft blickt die Kaffeehaus-Kette Starbucks deutlich pessimistischer in die Zukunft. Zahlreiche Filialen sollen geschlossen werden. So verloren die Aktien trotz einem gesteigerten Quartalsgewinn im nachbörslichen Handel.

HB LOS ANGELES. Zwar steigerte das Unternehmen seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal etwas besser als erwartet. Das Management warnte aber vor den Folgen eines langsameren US-Wirtschaftswachstums für sein Geschäft und kündigte vor diesem Hintergrund die Schließung von 100 Filialen in den USA an. Gleichzeitig würden weniger neue Läden auf dem Heimatmarkt eröffnet. Außerdem solle das Sandwich-Angebot reduziert werden.

"Wir spüren alle volkswirtschaftlichen Gegenwind, der uns deutlich anzeigt, dass der Verbraucher in einer Rezession steckt", erklärte der erst vor kurzem wieder ins Boot zurückgekehrte Firmenchef Howard Schultz am Mittwoch. Statt der bisher geplanten 1600 Neueröffnungen sollten nun lediglich 1175 neue Starbucks -Filialen in den USA entstehen. Dadurch solle auch eine Art "Kannibalisierung" vermieden werden.

Für das Geschäftsjahr 2008 reduzierte Starbucks daher seine Gewinnprognose: Das Ergebnis soll nun im unteren zweistelligen Prozentbereich zulegen. Zuvor war die Firma von einem Gewinn zwischen 1,02 und 1,05 Dollar je Aktie ausgegangen, was einem Wachstum zwischen 17 und 21 Prozent entsprochen hätte.

Belastet von sinkenden Konsumausgaben seiner US-Kunden, höheren Milchpreisen und verschärftem Konkurrenzdruck durch Wettbewerber wie McDonald's legte das Nettoergebnis im ersten Geschäftsquartal um rund drei Mill. Dollar auf 208,1 Mill. Dollar zu, wie der US-Konzern weiter mitteilte. Es lag damit knapp über den Markterwartungen. Der konsolidierte Netto-Umsatz wuchs um 17 Prozent auf 2,8 Mrd. Dollar.

Die Starbucks -Aktie verlor nachbörslich mehr als zwei Prozent. Händler führten als Grund den vorsichtigen Ausblick des Unternehmens an. "Der Ausblick für 2008 ist pessimistisch. Es wird ein hartes Jahr", kommentierte Analyst James Walsh. Es sei aber auch ein gutes Zeichen, dass sich Starbucks beim Wachstum nun auf die ausländischen Märkte konzentriere. Das sei die richtige Strategie.

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