Von 1995 bis 2005
Chronik: Vom Staatsmonopolisten zum Weltmarktführer

Durch die milliardenschweren Übernahme des britischen Logistikkonzerns Exel will die Deutsche Post zum Weltmarktführer aufsteigen. Danach sah es in den 90-er Jahren nicht aus. Das Staatsunternehmen fuhr riesige Verluste ein.

1. Januar 1995: Die Deutsche Post wird durch die vom Bundestag beschlossene Postreform II eine Aktiengesellschaft. Alleiniger Besitzer der Anteilsscheine ist der Bund. Das Management der Post modernisiert in der Folge die Infrastruktur des Staatsmonopolisten in Deutschland und leitet eine internationale Expansionsstrategie ein.

1999: Die Post übernimmt das schweizerische Logistikunternehmen Danzas mit 29.000 Mitarbeitern sowie den US-Luftfrachtdienstleister Air Express International (AEI). Zum 1. Januar 1999 übernimmt der Konzern zudem die Postbank vom Bund. Die vier Unternehmensbereiche Brief, Express, Logistik und Finanzdienstleistungen werden geschaffen.

20. November 2000: Die Deutsche Post geht an die Börse. Anfänglich werden insgesamt 29 Prozent des Aktienkapitals verkauft; der Rest verleibt beim Bund.

2002: Die Post übernimmt zum 1. Januar die Mehrheitsbeteiligung an dem US-amerikanischen Paketdienst DHL mit damals weltweit über 71 000 Mitarbeitern. Sie erreicht damit einen Meilenstein auf dem Weg zum globalen Dienstleister. DHL ist in über 220 Ländern und Territorien vertreten. Im Juli stockt der Konzern die Beteiligung auf 75 Prozent auf; im Dezember wird DHL eine 100-prozentige Post-Tochter.

2003: Post-Chef Klaus Zumwinkel setzt seine internationale Einkaufstour fort und übernimmt den US-Konzern Airborne, um den Wettbewerbern FedEx und UPS auch auf deren Heimatmarkt Konkurrenz machen zu können. Das US-Geschäft leidet in der Folge indes unter Anlaufverlusten. Voraussichtlich erst Ende 2006 wird die Post in Nordamerika schwarze Zahlen schreiben können.

23. Juni 2004. Die Aktien der Tochter Postbank werden nach langem Tauziehen um den Ausgabe-Preis erstmals an der Börse notiert.

19. September 2005: Die Post nimmt Kurs auf die Übernahme des britischen Exel-Konzerns, mit dem Post-Chef Klaus Zumwinkel das Logistik-Angebot der Post abrunden will. Je Exel-Aktie bietet die Deutsche Post 900 Pence sowie 0,25427 eigene, neu auszugebende Aktien - das Angebot summiert sich damit auf 1244 Pence oder auf umgerechnet insgesamt 5,5 Milliarden Euro.

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