Von 4 bis 10 Uhr
Lokführer legen auch Personenverkehr lahm

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DüsseldorfDie Bahnen stehen still - auch im Personenverkehr.

Seit 04.00 Uhr müssen sich Bahnreisende deutschlandweit auf drastische Einschränkungen im Berufsverkehr gefasst machen. Auch die zuletzt verschonte S-Bahn in Berlin ist betroffen. Bereits seit Mittwochabend befinden sich die Lokführer im Güterverkehr im Ausstand. Der Doppelstreik soll um 10.00 Uhr zu Ende gehen

Die Deutsche Bahn (DB) kritisierte die Aktionen scharf. Trotz des Streiks will sie die Versorgung von Kraftwerken und Hochöfen sichern. Wo genau Pendler und Fernreisende mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen müssen, ließ die GDL offen.

Die Auswirkungen des auf sechs Stunden angelegten bundesweiten Ausstands dürften aber deutlich stärker sein als bei den drei bisherigen Warnstreikwellen. Diese waren zwei bis drei Stunden lang, es dauerte aber teils bis in den Abend, bis sich der durcheinandergeratene Betrieb normalisierte. Ein Schwerpunkt des Streiks im Güterverkehr der Deutschen Bahn liegt nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers in Ostdeutschland, vor allem im Raum Halle/Saale. Auch in Güterverkehrszentren rund um Berlin sollte es Aktionen geben.

Die Mitglieder seien zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, so dass Züge die Depots nicht verlassen, sagte der stellvertretende GDL-Bezirksvorsitzende für Berlin-Sachsen-Brandenburg, Klaus-Peter Schölzke, der dpa. Er fügte hinzu: „Wir werden keine Züge auf freier Strecke stehen lassen.“ Sie sollten möglichst in Knotenbahnhöfe gefahren werden.

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Kommentare zu " Von 4 bis 10 Uhr: Lokführer legen auch Personenverkehr lahm"

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  • Herr Claus Weselsky behauptet das Ziel sei es das die Lokführer der Privaten Wettbewerber die gleichen Löhne wie die bei der DB erhalten, also Ausschaltung des Wettbewerbs so wie in kommunistischen Staaten... ok er kommt ja auch aus Dresden! Da die Privaten aber nur Personenverkehr anbieten stellt sich die Frage warum man die Güterver-kehrssparte der DB bestreikt, das wiederspricht dem angeblichen Ziel. Sieht eher so aus Streiken, Streiken, Streiken damit wir täglich in der Presse sind... 15.000 Lokführer (vertritt die GDL) legen dann die Wirtschaft eines Landes lahm, denke nicht das dieses der Zielsetzung unseres Streikrechts entspricht. Verlagerung auf die Straße wird das Ergebnis sein, anstatt auf die Schiene. Als Unternehmer sollte man handeln da ja die GDL bekanntermaßen jedes Jahr über mehrere Wochen streikt, ist ja auch schöner als arbeiten zu müssen :-)

  • Verstehe ich es richtig, dass die Deutsche Bahn AG bestreikt wird, um die Konkurrenten zu einer Angleichung der Gehälter für Lokführer an des Niveau der Deutschen Bahn AG zu zwingen?
    Dann sollte in der Konsequenz dieser politische Streik auch dahingehend ausgeweitet werden, dass den Konkurrenten gleiche Konditionen bei der Beschaffung von Material und Energie eingeräumt werden wie die Deutsche Bahn AG.

  • Man gewinnt den Eindruck, dass die Gewerkschaften ihren Zweck vergessen. Anstatt für die Mitarbeiter eine positive Lohnsituation zu schaffen, versucht man auf Kosten von Wettbewerb und letztendlich auch auf Kosten von Fahrpreise, die jeder einzelne Zahlen muss, ihre eigenen Interessen zu vertreten. Das man damit eigentlich nur den Wettbewerb kaputt macht und evtl. dadurch auch die privaten Konkurrenten in die Insolvenz treibt ist der GDL scheinbar egal. Zudem verdienen Lokführer schon ohne Zulagen mehr als der Durchschnitt. Wenn man dies mit einen LKW-Fahrer oder Bus-Fahrer vergleicht, wo ähnliche Verantwortung nötig ist, dann ist der Lokführerlohn eine Frechheit.

    Aber es hat auch was gutes, es steigen dann wenigstens die Gewerkschaftsbeiträge, die ja bekanntlich auf das Bruttoeinkommen berechnet werden.

    Man darf diese Machenschaften nicht einfach hinnehmen, sonst werden wir wie in dem Luftverkehr (Fluglotsenstreik, Pilotenstreik, Streik des Bodenpersonals) für jede einzelne Mitarbeitergruppe einen Streik erleben.

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