Vor allem in die Erneuerung vorhandener Netze
Strom-Netzbetreiber wollen Milliarden investieren

dpa-afx ERFURT. In das deutsche Stromnetz sollen in den nächsten 15 Jahren rund 40 Mrd. Euro investiert werden. Die Ausgaben, die derzeit bei jährlich rund zwei Mrd. Euro liegen, würden schrittweise erhöht, teilte der Verband der Netzbetreiber (VDN) am Montag auf einer Fachtagung in Erfurt mit. Die massiven Stromausfälle in Teilen Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens führte der Verband auf die extreme Wettersituation, nicht auf den Zustand der Netze zurück. Bei starkem Wind und einem bis zu 60 Zentimeter dicken Eispanzer seien sowohl ältere als auch neue Leitungen und Masten gebrochen.

"Die Situation kann überall auftreten", sagte VDN-Präsident Hans- Otto Röth. Der Verband der Elektrizitätswirtschaft begründete den zeitweisen Stromausfall für 250 000 Menschen ebenfalls allein mit der extremen Wetterlage. Auch als Reaktion auf die gewachsene Gefahr durch Stürme wurden nach Angaben von Röth im vergangenen Jahr die Normen zur Errichtung von Freileitungen angepasst. "Die Leitungen werden stärker gebaut". Zudem mache die Verlegung von Erdkabeln Fortschritte.

Im Niederspannungsnetz betrage der Kabelanteil bereits durchschnittlich 80 Prozent, im Mittelspannungsnetz liege er bei zwei Dritteln. Insgesamt gibt es in Deutschland 1,65 Mill. Kilometer Stromleitungen und -kabel. Anfälliger für Störungen durch Witterungseinflüsse sind nach Angaben des Verbandes Regionen mit geringer Bevölkerungsdichte, die häufiger über Freileitungen versorgt werden.

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