Vor Allianz mit Siemens
Alstom profitiert von guten Geschäften

Vor der Allianz mit Siemens präsentiert sich der französische Zughersteller Alstom in bester Verfassung. Im ersten Halbjahr konnten Umsatz und Gewinn deutlich zulegen. Das stärkt das Selbstbewusstsein der Franzosen.
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Paris/MünchenDer französische Bahntechnik-Konzern Alstom glänzt vor der geplanten Fusion mit der Zug-Sparte von Siemens mit einem kräftigen Gewinnzuwachs. Der Nettogewinn stieg in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017/18 (zum 31. März) um zwei Drittel auf 213 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Der Umsatz legte um fünf Prozent auf 3,76 Milliarden Euro zu. Der Auftragseingang brach allerdings um fast die Hälfte ein, nachdem Alstom ein Jahr zuvor von Großaufträgen profitiert hatte, unter anderem für die U-Bahnen in Dubai und Riad und Züge für den US-Eisenbahnkonzern Amtrak. Ende September lagen Orders im Volumen von 32,7 Milliarden Euro vor.

Die Geschäftszahlen trieben die Alstom-Aktie um 3,5 Prozent nach oben. Das operative Ergebnis sei besser ausgefallen als erwartet, schrieben die Analysten von Morgan Stanley. Das Augenmerk richte sich aber schon auf das Bündnis mit Siemens.

Die Vorbereitungen für die Ende September vereinbarte Fusion schritten voran, sagte Alstom-Chef Henri Poupart-Lafarge. Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern dauerten an. Die Teams, die den Zusammenschluss umsetzen sollen, seien am Start. Siemens und Alstom wollen ihre Kräfte im Bahn-Geschäft bündeln, um dem chinesischen Weltmarktführer CRRC besser Paroli bieten zu können. Siemens soll die knappe Mehrheit an der fusionierten Gesellschaft mit dem Namen Siemens Alstom halten, die von Poupart-Lafarge geführt werden soll.

Gleichzeitig sieht sich Alstom auf Kurs zu seinen Zielen für das Jahr 2020. Der Umsatz soll aus eigener Kraft um fünf Prozent pro Jahr gesteigert werden, die bereinigte Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) sieben Prozent erreichen. In den ersten sechs Monaten 2017/18 lag sie bei 6,2 (Geschäftsjahr 2016/17: 5,6) Prozent.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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