Vor Börsen-Abschied
Douglas schreibt wieder schwarze Zahlen

Der Handelskonzern Douglas hat seine Buchhandelskette Thalia saniert und wieder Gewinne eingefahren. Zuvor hatte vor allem Online-Konkurrenz dem Händler zu schaffen gemacht. Im Parfümerie-Segment floriert das Geschäft.
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DüsseldorfDer Handelskonzern Douglas hat nach der Rosskur zur Sanierung seiner angeschlagenen Buchhandelskette Thalia im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres 2012/13 wieder einen Gewinn verbucht. Nun steuert Douglas auf eine Zukunft abseits der Börse zu - der Finanzinvestor Advent und die Gründerfamilie Kreke wollen die verbliebenen Anteilseigner hinausdrängen. Darüber soll die Hauptversammlung Ende des Monats abstimmen.

Thalia leidet unter der Konkurrenz von Internet-Händlern wie Amazon. Das Douglas-Management will nun das Online-Geschäft besser mit dem der Thalia-Filialen verbinden und auch Läden der Kette verkleinern. Im vergangenen Geschäftsjahr 2011/12 war Douglas durch den Umbau in die roten Zahlen geschlittert. In den ersten sechs Monaten 2012/13 änderte sich das Bild: Der Konzern schrieb einen Gewinn von 80 Millionen Euro, wie Douglas am Mittwoch mitteilte. Vor Jahresfrist stand noch ein Verlust von 63,3 Millionen Euro in den Büchern.

Der Umsatz stieg vor allem aufgrund florierender Geschäfts der Douglas-Parfümerien, die im deutschen Heimatmarkt deutlich zulegen konnten. Hier stand ein Plus von 1,8 Prozent auf 1,95 (1,91) Milliarden Euro. Die Erlöse bei Thalia stagnierten bei 512 Millionen Euro. Für das Geschäftsjahr erwartet Douglas insgesamt weiter eine leichte Steigerung des Umsatzes und des Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda).

Der Handelskonzern mit seinen Douglas-Parfümerien, Christ-Schmuckgeschäften, Hussel-Confiserien und Thalia-Buchhandlungen steht vor seinem Abschied von der Börse. Der Finanzinvestor Advent und die Gründerfamilie Kreke wollen die verbliebenen Kleinaktionäre herausdrängen. Mit einem Übernahmeangebot haben sie bereits mehr als 95 Prozent der Aktien eingesammelt. Am 28. Mai soll die Hauptversammlung in Hagen über das Herausdrängen der verbliebenen Aktionäre entscheiden - diese sollen eine Barabfindung von 37,64 Euro je Anteilsschein erhalten. (Reporter: Matthias Inverardi, redigiert von Myria Mildenberger)

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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