Vor Börsengang
Deutsche Annington hat Gläubiger für Refinanzierung

Deutschlands größter Wohnungskonzern Deutsche Annington ist nach monatelangen Verhandlungen auf der Zielgeraden für seine milliardenschwere Refinanzierung. Er hat ausreichend Gläubiger für eine Refinanzierung im Boot.
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BochumInzwischen haben sich rund 90 Prozent der Gläubiger der Deutschen Annington zu einer Verlängerung der Kredite bereiterklärt, wie das Bochumer Unternehmen am Freitag mitteilte. Damit wurde die nötige Mindestschwelle deutlich übertroffen.

Annington kann nun voraussichtlich am 14. Dezember offiziell über den Sanierungsplan nach britischem Recht (Scheme of Arrangement) abstimmen lassen und die Einigung dann einige Tage später einem Londoner Gericht vorlegen. Bis Jahresende soll die Refinanzierung abgeschlossen sein, wie Finanzchef Stefan Kirsten bekräftigte. Erst danach will sich der Konzern dem geplanten Börsengang widmen. Mit über 200.000 Wohnungen wäre Annington mittelfristig ein Kandidat für den Dax.

Annington steht mit 3,8 Milliarden Euro an verbrieften Forderungen in der Kreide, die alten Verträge mit den Gläubigern laufen im Sommer 2013 aus. Die Verhandlungen zogen sich länger als erwartet hin. Das Problem liegt darin, dass die aus dem Jahr 2006 stammenden Verbriefungen (CMBS) bei sehr vielen verschiedenen Investoren mit höchst unterschiedlichen Interessen liegen. Mehrheitseigner Terra Firma, ein Finanzinvestor, hatte im Sommer schon eine halbe Milliarde Euro frisches Eigenkapital dazugeschossen, um die Gläubiger zu überzeugen.

In Zukunft sollen die verbrieften Kredite nicht mehr auf einen Schlag fällig werden, sondern gestreckt über fünf Jahre, um Klumpenrisiken zu vermeiden. Zu den Gläubigern gehören unter anderem die BayernLB, die LBBW und die Allianz-Tochter Pimco.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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