Vor dem Börsengang Fixierung aufs Kerngeschäft
Bahn will Ameropa und Busfirmen verkaufen

Auf dem anvisierten Weg an die Börse will die Deutsche Bahn AG sich weiter von Aktivitäten trennen, die sie nicht zu ihrem Kerngeschäft zählt.

ek DÜSSELDORF. Zum Verkauf stehen der im Bereich der Bahnreisen tätige Touristikveranstalter Ameropa sowie die beiden Busunternehmen Deutsche Touring und Bayern Express & P. Kühn Berlin (Bex), berichtet das Touristikfachblatt FVW International in seiner heute erscheinenden Ausgabe.

Gesucht würden Reisekonzerne oder auch Finanzinvestoren mit der Bereitschaft, „einen angemessenen Preis zu zahlen“, sagte Jürgen Büchy, Vertriebsvorstand der DB Reise & Touristik AG, ergänzend dem Handelsblatt. Zumindest Ameropa gilt in der Branche als ein Stück „Tafelsilber“. Die Bahn-Tochter machte im letzten Geschäftsjahr mit knapp 500 000 Reisenden 106 Mill. Euro Umsatz. Das Unternehmen profitierte stark vom Städtereisen-Boom der letzten beiden Jahre. Die Deutsche Touring betreibt u. a. europäischen Bus-Linienverkehr in 33 Länder und machte 2002 rund 60 Mill. Euro Umsatz. Das Unternehmen Bex fährt ebenfalls Busse im Linienverkehr auf Langstrecken und ist im Großraum Berlin Marktführer bei Stadtrundfahrten. Zudem gehören zu Bex 22 Reisebüros. Der Umsatz lag zuletzt bei 23 Mill. Euro.

Da die drei Unternehmen so unterschiedlich sind, rechnet die Bahn nicht damit, sie in einer „Paketlösung“ auf einmal zu veräußern. Ohnehin würde nur verkauft, wenn sich die Vorstellungen des Bahnkonzerns hinsichtlich des Erlöses verwirklichen ließen, betonte Büchy. Er äußerte sich aber optimistisch, dass sich trotz des schwierigen Umfeldes in der Reisebranche Käufer finden ließen. Laut FVW könnten dies auch ausländische Reisekonzerne wie Cendant (USA) oder Kuoni (Schweiz) sein, die generell an Spezialisten interessiert seien. Die Bahn will die potenziellen Käufer über strategische Partnerschaften binden, um das bahnspezifische Geschäft weiter zu sichern.

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