Vor Kenia Piraten entführen Schiffe mit Deutschen an Bord

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An Bord der "MV York" befinden sich nach übereinstimmenden Berichten 17 Besatzungsmitglieder, die vor allem von den Philippinen stammten, unter ihnen seien aber auch zwei Ukrainer, sagte Sarris.

Über das Schicksal der Seeleute lagen der Reederei keine Informationen vor. "Derzeit bewegt sich das Schiff nach Norden in Richtung Somalia." Bei dem Kapitän handele es sich um einen aus der Nähe von Hamburg stammenden "sehr erfahrenen Mann", der das Gebiet kenne, sagte Sarris. Nachdem das Schiff zwei Wochen im Hafen gelegen habe und dort beladen wurde, habe es nur eine kurze Benachrichtigung per E-Mail gegeben, dass der Tanker am Samstag abgelegt habe. Nach fast 24 Stunden nahm der Kapitän des Flüssiggastankers Kontakt mit der Reederei in Griechenland auf.

Nach Angaben der See- und Hafenbehörde von Singapur war die "York" auf dem Weg von Mombasa zu den Seychellen, als der Notruf abgesetzt wurde. Eigner des Schiffes ist die York Maritime Company mit Sitz in Singapur, die am Sonntag mitteilte, auf Informationen aus Athen zu warten. Der Schiffsdatenbank "Vesseltracker.com" zufolge ist der unter der Flagge Singapurs fahrende Tanker 90 Meter lang und zwölf Meter breit.

Immer wieder kommt es vor der ostafrikanischen Küste, insbesondere vor der somalischen, zu Piratenüberfällen. Erst vor einer Woche war bekannt geworden, dass somalische Piraten bereits am 9. Oktober vor der Küste Kenias einen südkoreanischen Fischtrawler mit 43 Mann Besatzung gekapert hatten. Dieses Schiff entdeckten die EU-Soldaten nun in der Nähe des Flüssiggas-Tankers. Mit der "York" haben somalische Piraten derzeit 19 Schiffe mit 428 Geiseln in ihrer Gewalt.

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