Vor möglicher Fusion
WestLB bestreitet massive Jobkürzungen

Die WestLB will einem Zeitungsbericht zufolge hunderte Stellen streichen. Das „Wall Street Journal Europe“ berichtet, das Institut würde sich angeblich für eine mögliche Fusion mit einer anderen Landesbank hübsch machen. Die WestLB bestreitet dies. Doch Fakt ist: Das Thema Personalkosten steht bei dem Unternehmen auf der Agenda.

FRANKFURT. Die Düsseldorfer WestLB hat einen Bericht über einen neuen Stellenabbau in ihrem Intranet dementiert. In der Mitteilung an die Mitarbeiter heißt es, es gebe keinen Wegfall von 600 Stellen und auch keine Pläne für ein neues Programm zur Reduzierung der Beschäftigtenzahl.

Ein Sprecher erklärte, das laufende Kostensenkungsprogramm „Lean Bank“ – das vom früheren Vorstandsvorsitzenden Thomas Fischer auf den Weg gebracht worden war - laufe von 2005 bis 2008 und solle insgesamt 250 Mill. Euro an Einsparungen bringen. Dabei sollten Kräfte im Backoffice freigesetzt werden, während beispielsweise das Firmenkundengeschäft personell verstärkt werde.

Das „Wall Street Journal Europe“ hatte berichtet, die WestLB wolle vor einer möglichen Fusion mit einer anderen Landesbank bis zu 600 Arbeitsplätze streichen, um sich für einen Partner hübsch zu machen. Die Verkleinerung der deutschen Belegschaft um rund zehn Prozent sei Teil einer Sparinitiative in Folge der Fehlspekulationen, die bei der WestLB im ersten Halbjahr für einen Verlust von 170 Millionen Euro gesorgt hatten, hieß es in dem Bericht.

In Betriebsratskreisen hieß es, man habe keine Kenntnis von neuen Plänen zu einem Beschäftigtenabbau. „Stellenkürzungen in so einer Dimension müssten uns bekannt sein, wir haben solche Informationen aber nicht erhalten“, wurde ergänzt.

Die WestLB hat wegen ihrer starken Ausrichtung auf das internationale Kapitalmarktgeschäft relativ hohe Personalkosten pro Kopf. Der neue Vorstandschef, Alexander Stuhlmann, will die Kosten in den Griff bekommen und hat bei seinem Amtsantritt erklärt, die Bank auf Fusionskurs einschwenken zu lassen.

Allerdings haben die Eigentümer der WestLB, die Sparkassen und das Land NRW, noch keine einheitliche Strategie gefunden. Während die Sparkassen für eine Fusion mit der Landesbank Baden-Württemberg sind, lässt die Landesregierung verschiedene Optionen von einer Investmentbank prüfen.

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