Vorbild Alibaba
Fab-Konkurrent Monoqi wird zum Design-Großhändler

Designer-Stücke laufen online mäßig. Daher suchen die Anbieter einen Ausweg: Monoqi verkauft nun auch an Einzelhändler. Vorbild dabei ist der chinesische Online-Händler Alibaba.
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DüsseldorfDesigner-Ware über das Internet zu verkaufen, ist kein einfaches Geschäft. Die mit hoher Aufmerksamkeit gestartete US-Site Fab.com verkauft in Deutschland inzwischen nur noch Möbel und hat etliche Mitarbeiter in Berlin entlassen.

Die deutlich kleinere Site Monoqi, nach einem ähnlichen Prinzip als Shopping-Club gestartet, geht einen anderen Weg. Mitgründer Simon Fabich will sein Unternehmen zu einem virtuellen Großhändler machen. Die Kontakte zu Designern, deren Produkte bislang Endkunden angeboten werden, sollen somit für Einzelhändler nutzbar werden. Großes Vorbild ist dabei die chinesische Site Alibaba, über die viele Händler Teile ihrer Beschaffung in Fernost abwickeln.

Der Unterschied: Monoqi soll sich auf ausgewählte Design-Stücke – vom bunten Trinkflaschen über ausgefallene Lautsprecher bis hin zu Möbeln – beschränken. Zusätzlich will Fabich den Händlern Daten anbieten, welche Kundengruppen die Ware im regulären Monoqi-Shop nachfragen. Mittelfristig soll das Großhandelsgeschäft den Verkauf an Verbraucher überrunden.

„Es gibt geniale Produkte an vielen Ende der Welt. Doch kleine Designer haben oft keine strukturierten Absatzkanäle“, sagt Fabich. Er will ihnen als Vermittler ermöglichen, weltweit Händler zu finden. Aufspüren sollen 20 Scouts die Produkte von Berlin aus.

Im Endkundengeschäft gibt es ein Problem: Bei teureren Designer-Objekten gebe es weniger Wiederkäufer als etwa bei Mode, sagt ein Branchen-Insider. Daher müssen die Plattformen öfter neue Kunden gewinnen – das ist aufwendig. Wohl auch deshalb strebt Monoqi nach neuen Erlösquellen.

Monoqi peilt im laufenden Jahr mit 90 Mitarbeitern erstmals einen Umsatz in zweistelliger Millionenhöhe an. Für das Großhandelsgeschäft sollen in den kommenden Monaten rund 35 neue Mitarbeiter dazukommen. Dafür reiche das Geld, das verschiedene Investoren in das Start-up gesteckt haben, sagte Fabich, der aber dennoch Kontakt zu potenziellen Geldgebern hält. Mitte 2015 will er die Gewinnzone erreichen.

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