Vorerst keine weiteren Streiks
GDL und Deutsche Bahn verhandeln wieder

Die Lokführergewerkschaft GDL nimmt die Tarifverhandlungen mit der Bahn wieder auf und verzichtet vorerst auf Streiks. Grund soll ein Entgegenkommen der Bahn sein, die fristgerecht ein verbessertes Angebot abgab.
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FrankfurtDie Deutsche Bahn habe der GDL „innerhalb der gesetzten Frist ein verbessertes und damit verhandlungsfähiges Angebot zugesendet“, hieß es am Mittwochabend zur Begründung. Damit werden die Verhandlungen über einen Rahmentarifvertrag für Lokführer nach mehr als sechs Wochen Unterbrechung fortgesetzt. Einen Termin für die nächste Runde gab es am Mittwochabend noch nicht. Die Bahn hatte der GDL diesen Freitag angeboten.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) machte zugleich deutlich, dass die Zusage eines Streikverzichts nicht für die Konkurrenten der bundeseigenen Bahn im regionalen Personenverkehr gelte. Diese Unternehmen müssten in den nächsten Tagen die „ernsthafte Bereitschaft erkennen“ lassen, über einen Rahmentarifvertrag für Lokführer verhandeln zu wollen. Sonst seien weitere Arbeitskämpfe programmiert, warnte die GDL.

Eine der „entscheidenden Komponenten“, die die Gewerkschaft zum Wiedereinstieg in die Verhandlungen bewegt habe, sei die „uneingeschränkte Bereitschaft“ der Bahn, einen Bundesrahmen-Lokomotivführertarifvertrag mit der GDL abzuschließen. Zudem enthalte das Angebot der GDL wesentliche Punkte zu Forderungen etwa zum Urlaub und in der betrieblichen Altersvorsorge.

Über eine Verbesserung des Bahn-Angebots war zuvor nichts bekannt geworden. Die Bahn hatte der GDL am Dienstag nach eigenen Angaben ein Schreiben übermittelt, in dem sie ihr „gesamtes Angebotspaket und alle Verhandlungsgegenstände erläutert und konkretisiert“ habe. Die GDL hatte bis spätestens Dienstag ein besseres Angebot verlangt und anderenfalls mit weiteren Streik gedroht. Die Lokführer hatten in den vergangenen Wochen viermal die Arbeit niedergelegt und damit den bundesweiten Bahnverkehr stark behindert.

Die Gewerkschaft will einheitliche Tarifstandards für etwa 26 000 Lokführer im Nah-, Fern- und Güterverkehr durchsetzen. Sie fordert Löhne auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn sowie bislang einen Aufschlag von fünf Prozent.

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