Vorläufige Quartalszahlen bestätigt
Karstadt-Quelle schließt rote Zahlen nicht aus

Der größte europäische Warenhaus- und Versandhandelskonzern Karstadt-Quelle leidet weiter stark unter der Konsumflaute und plant für das laufenden Geschäftsjahr deshalb äußerst konservativ. Das Unternehmen bekräftigte am Mittwoch in Essen, für 2004 mit einem Umsatzrückgang zu rechnen. Im günstigsten Fall des Erreichens des oberen Endes der Umsatzprognose könnte am Ende aber auch eine signifikante Ergebnisverbesserung stehen.

HB DÜSSELDORF. „Unsere Kostenstrukturen haben wir aus Vorsichtsgründen auf einen ungünstigeren Verlauf und ein daraus resultierendes Umsatzminus von rund drei Prozent eingestellt“, bekräftigte der Chef des im MDax notierten Essener Unternehmens, Wolfgang Urban, anlässlich der Veröffentlichung des Berichts zum ersten Quartal. Eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr sei wegen der vielen konjunkturellen Unwägbarkeiten allerdings schwierig.

Bei einem Konzernumsatz am oberen Ende der Erwartungen und einer weiterhin positiven Margenentwicklung werde das Konzernergebnis (Ebita) signifikant steigen, stellte das Unternehmen in Aussicht. „Erreicht der Konzernumsatz nur das untere Ende der Erwartungen, hätte dies voraussichtlich ein negatives operatives Ergebnis im mittleren zweistellligen Millionenbereich zur Folge.“ 2003 hatte Karstadt-Quelle noch einen geringen Gewinn von neun Mill. € erwirtschaftet.

In den ersten drei Monaten des Jahres habe sich die Schwäche des deutschen Einzelhandels fortgesetzt, teilte der Konzern mit. „Hier wirkten sich unter anderem Preissteigerungen im Gesundheitswesen sowie höhere Aufwendungen für die Altersvorsorge und eine gestiegene Sparquote aus.“ Die Verbraucher seien unverändert zurückhaltend und kauften sehr preisbewusst.

Karstadt-Quelle bestätigte ferner die bereits anlässlich der Hauptversammlung Anfang Mai bekannt gegeben Quartalszahlen. Demnach schrumpfte der Umsatz in den ersten drei Monaten um 4,4 % auf 3,52 Mrd. €. Der Verlust vor Steuern und Abschreibungen (Ebta) habe sich auf 171 Mill. € vergrößert im Vergleich zu einem um Sondereffekte bereinigten Vorjahreswert von minus 148 Mill. €.

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