Vorstand erwartet auch für das Gesamtjahr Verlust
Austrian Airlines fliegt tief in die roten Zahlen

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines (Aua) hat in der ersten Hälfte dieses Jahres 79 Mill. Euro Verlust gemacht. Als Grund gibt Aua einmal mehr die hohen Treibstoffpreise sowie Überkapazitäten im Markt an.

HB oli WIEN. Dennoch liegt die Gesellschaft mit ihrem Ergebnis über den Erwartungen der Analysten, die bis zu 100 Mill. Euro Verlust erwartet hatten. Jens Zimmermann, Analyst bei der Bank Austria Creditanstalt, machte allerdings darauf aufmerksam, dass vor allem gesparte Steuern aus Verlustvorträgen für dieses Ergebnis verantwortlich sind. Das Resultat vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank im Vergleich zum Vorjahr von einem Minus von 8,5 Mill. auf einen Verlust von 63,5 Mill. Euro.

Auch der Ausblick, den die Österreicher geben, sieht nicht gut aus. Aua-Chef Vagn Sörensen rechnet mit einer noch schlechteren Entwicklung im Winterhalbjahr, in dem die Nachfrage saisonal bedingt ohnehin sinken werde. Er kündigte deswegen ein straffes Kostenmanagement an. Im Gespräch mit dem Handelsblatt hatte Sörensen bereits vor Wochen nicht ausgeschlossen, dass Aua bei weiter hohen Ölpreisen und einer eher stagnierenden Auslastung Maschinen stilllegen werde. Trotz solcher Sparmaßnahmen erwartet Sörensen auch für das Gesamtjahr einen Verlust.

Die Situation des Star-Alliance-Mitglieds Aua gleicht damit mehr und mehr der der Schweizer Fluggesellschaft Swiss. Beide Unternehmen haben nur einen kleinen Heimatmarkt, suchen ihr Heil in Nischen - bei der Aua sind das die Osteuropa-Verbindungen - und haben den Staat als größten Anteilseigner. Im Fall der Swiss hatte sich die Regierung in Bern im Frühjahr dazu durchgerungen, ihre Swiss-Anteile an die Lufthansa zu verkaufen. In Österreich steht das nach bisherigen Angaben aus dem Wirtschafts- und Finanzministerium noch nicht zur Debatte.

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