Vorstand hält an seinen Prognosen fest: Sixt sieht sich als Opfer von Kursspekulanten

Vorstand hält an seinen Prognosen fest
Sixt sieht sich als Opfer von Kursspekulanten

Deutschlands größter Autovermieter Sixt stemmt sich gegen Gerüchte über mögliche Bilanzfälschungen. „Die Unwahrheiten werden von interessierter Seite gestreut“, sagte Vorstandschef und Mehrheitseigentümer Erich Sixt am Donnerstag dem Handelsblatt. Sixt sehe keine Veranlassung, die bestehenden Ertragsprognosen zu revidieren. Der Unternehmensgründer will zur Prüfung der Vorgänge zusätzlich die Wertpapier-Aufsicht einschalten.

mwb/lip MÜNCHEN. „Meine Aktien habe ich auch nicht verpfändet“, betonte der Sixt-Chef. Es gebe keine unterschiedlichen Auffassungen mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Central Treuhand AG. An der Richtigkeit der Testate aus den vergangenen Jahren sei nicht zu zweifeln, versichern die Wirtschaftsprüfer in einem Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt.

Auch für das beendete Geschäftsjahr 2002 sei ein uneingeschränktes Testat zu erwarten. Sixt befürchtet einen ähnlichen Kurseinbruch wie bei MLP und WCM. Bei beiden Unternehmen war der Aktienkurs im vergangenen Jahr nach Gerüchten über eine mögliche Schieflage massiv abgestürzt. Die Sixt-Aktie reagierte jedoch gestern nicht auf die Spekulationen.

Auslöser der Gerüchte um Sixt ist eine Studie der Finanzgesellschaft United Zurichfinance, in der wegen möglicher Bilanzrisiken dringend zum Verkauf der Aktie geraten wird. United Zurichfinance hatte auch bei MLP und WCM Verkaufsempfehlungen nach angeblichen Unregelmäßigkeiten gegeben. Anschließend war der Kurs stark eingebrochen, und er erholte sich nicht mehr. Bei WCM nahm United nach Gesprächen mit dem Vorstand die Verkaufsempfehlung zurück.

Darius Parsi, Analyst bei United Zurichfinance, kritisiert den Sixt-Vorstand. „Wir haben die Wirtschaftsprüfer und den Vorstand um Auskünfte gebeten. Doch die Fragen wurden nicht beantwortet“, sagte er gestern auf Anfrage.

In einem dem Handelsblatt vorliegenden Schreiben an die Sixt-Wirtschaftsprüfer tritt Parsi nicht als Analyst, sondern als Fondsmanager der Fortune Management auf den Cayman Islands auf. Diese Gesellschaft hält etwa 0,5% der Sixt-Aktien. In Bankenkreisen ist dies jedoch unüblich: Bei großen Kreditinstituten gibt es eine klare Trennung zwischen Analysten und Fondsmanagern.

Quelle: Handelsblatt

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