Vorstandschef Roland Flach plant Aktientauschmodell - Fondsmanager sind skeptisch
WCM will Klöckner noch 2004 schlucken

Die geplante Verschmelzung der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz AG, Frankfurt, und der Duisburger Klöckner-Werke AG soll noch in diesem Jahr erfolgen.

HAMBURG. „Ich gehe davon aus, dass 2004 die notwendigen Beschlüsse fallen“, sagte WCM-Vorstandschef Roland Flach. Dass die Fusion aber noch 2004 ins Handelsregister eingetragen wird, hält Flach für unwahrscheinlich.

Die Verschmelzung soll die Geschäftsprozesse verschlanken und die enormen Holdingkosten senken. Über deren Höhe machte Flach aber keine Angaben. Die WCM ist direkt und indirekt mit 78 Prozent an der Klöckner-Werke AG beteiligt. Zu dem Duisburger Unternehmen zählt die Abfülltechnik-Firma KHS AG mit mehr als 3 000 Mitarbeitern. Die WCM-Notierung sank gestern um 3,6 Prozent auf 1,07 Euro, Klöckner-Werke gaben ebenfalls 2,33 Prozent auf Werte um 8,40 Euro nach.

Fondsmanager und Analysten äußerten sich skeptisch über den Fusionsplan. „Es macht wirtschaftlich keinen Sinn, ein Maschinenbauunternehmen mit einer Immobiliensparte zu führen“, kritisierte Stefan Leibold, Fondsmanager bei der Stuttgarter Bank Ellwanger & Geiger. Seiner Ansicht nach wäre es besser, entweder einen lupenreinen Maschinenbaubetrieb oder eine Immobilienfirma zu schmieden. Analysten anderer Bankhäuser sehen dies ähnlich. Sie meinen, dass bereits die Vergangenheit gezeigt habe, dass das bisherige Geschäftsmodell der WCM mit der Mehrsäulenstrategie Immobilien und Industriebeteiligungen gescheitert ist. Dies solle man jetzt nicht noch einmal wiederholen.

Fraglich ist aber noch, wie die Verschmelzung erfolgen soll. Danach seien drei Modelle denkbar: Die Verschmelzung der WCM auf Klöckner, Klöckner auf WCM oder eine Fusion auf eine dritte neu zu gründende Gesellschaft. Derzeit prüft der Vorstand die Varianten. Dabei stünden vor allem steuerrechtliche Fragen im Vordergrund.

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