Vorwurf lautet auf unlauteren Wettbewerb
Walter Bau klagt gegen Bilfinger

Der Insolvenzverwalter der Walter Bau AG hat eine Einstweilige Verfügung gegen den Mannheimer Baukonzern Bilfinger Berger AG beantragt. Das Landgericht München solle dem Konkurrenzunternehmen die Abwerbung von Führungskräften untersagen,

HB AUGSBURG/MANNHEIM. Der Sprecher des Unternehmens, Alexander Görbing, sagte dazu am Donnerstag, das Verhalten von Bilfinger Berger sei „unlauterer Wettbewerb“ und ziele darauf, Walter Bau zu schwächen. Bilfinger Berger wies die Vorwürfe zurück.

Es geht um rund 20 Führungskräfte, die von Walter Heilit Verkehrswegebau zu Bilfinger wechseln oder bereits dort Verträge unterzeichnet haben. Mit der beim Landgericht München beantragten Verfügung sollen geschlossene Verträge rückgängig gemacht werden. Andernfalls werde Walter Bau gegen Bilfinger klagen.

„Den Vorwurf der Abwerbung bestreiten wir“, sagte ein Bilfinger- Sprecher in Mannheim. Dem Unternehmen sei zudem weder von einer einstweiligen Verfügung noch von einer möglichen Klage etwas bekannt.

Hintergrund der juristischen Auseinandersetzung ist ein durch den Zusammenbruch der Walter Bau-AG ausgebrochener Machtkampf in Deutschlands Baubranche. Die österreichische Holding Strabag übernimmt vier wesentliche Teile des insolventen Augsburger Konzerns, darunter auch den profitablen Heilit-Verkehrswegebau. Die Strabag hofft dadurch auf hohe Umsätze bei Straßen- und Schienenprojekten. Die Walter Heilit Verkehrswegebau zählt mit einer Bauleistung von 500 Mill. € pro Jahr zu den Marktführern.

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