Vueling, WOW, Easyjet

Billigflieger wollen an den Flughafen Frankfurt

Bisher machen die meisten Billigflieger einen Bogen um den Flughafen Frankfurt – aus Kostengründen. Doch das könnte sich bald ändern – die Lowcost-Airlines drängen an das wichtigste deutsche Drehkreuz.
Künftig könnten hier neben Premium-Anbietern wie der Lufthansa auch mehr Billigflieger landen. Quelle: Reuters
Frankfurter Flughafen

Künftig könnten hier neben Premium-Anbietern wie der Lufthansa auch mehr Billigflieger landen.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer Flughafenbetreiber Fraport will Billigflieger an den Frankfurter Flughafen locken. „Low Cost wird auch in Frankfurt eine stärkere Rolle spielen, weil sich der Markt so entwickelt“, sagte Unternehmenschef Stefan Schulte der „Börsen-Zeitung“ (Mittwoch). Die Billig-Airlines böten größere Wachstumschancen. Sie gingen auch selbst zunehmend auf größere Airports zu. Easyjet beispielsweise habe schon mehrfach Start- und Landerechte angefragt, sagte Schulte.

Am von Lufthansa dominierten größten deutschen Drehkreuz fliegt bereits die spanische Billig-Fluglinie Vueling, der zur von British Airways dominierten IAG-Gruppe gehört. Im Juni soll auch der Anbieter WOW dazukommen, der über Island nach Nordamerika fliegt.

Fraport steht allerdings vor allem mit dem Heimatflughafen Frankfurt immer wieder in der Kritik der Fluggesellschaften, zu teuer zu sein. Lowcost-Airlines wie Ryanair oder Easyjet sind daher bislang auf kostengünstigere Airports ausgewichen, drängen inzwischen aber auch an die Drehkreuze. Sonderangebote für Billigflieger schloss Schulte aus. Allerdings könne man den Low-Cost-Airlines bei den Abfertigungszeiten am Boden entgegenkommen.

Hier kommen Flüge oft zu spät
Meiste Verspätungen – Platz 5: Nürnberg
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Der zweitgrößte Flughafen Bayerns schneidet in der Verspätungsrangliste schlecht ab. Im Jahr 2015 waren insgesamt 504 Flüge verspätet oder wurden annulliert. Das waren 3,13 Prozent aller Flüge in Nürnberg. Die Prozentzahl gibt dabei den jeweiligen Prozentsatz der Verspätungen ab einer Stunde sowie Annullierungen am Gesamtflugvolumen des Flughafens an.

Quelle: „Welt“, Flightright/OAG, Mindestflugvolumen jeweils 5000 Flüge pro Flughafen.

Meiste Verspätungen – Platz 4: Leipzig/Halle
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An Sachsens Drehkreuz Leipzig hatten zwar lediglich 292 Flüge mehr als eine Stunde Verspätung oder wurden annulliert, doch die machten 3,21 Prozent des Flugvolumens aus. Sprich: Passagiere mussten im innerdeutschen Vergleich oft warten.

Meiste Verspätungen – Platz 3: Köln/Bonn
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Auch größere Flughäfen schneiden in der Verspätungsrangliste schlecht ab: Der Airport Köln/Bonn knackte 2015 die Marke von zehn Millionen Passagieren, dabei hatten 1400 Flüge mehr als eine Stunde Verspätung oder fielen aus. Das waren 3,26 Prozent aller Flüge.

Meiste Verspätungen – Platz 2: Frankfurt
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Frankfurt ist Deutschlands größte Luftfahrtdrehkreuz – und auch einer der unpünktlichsten Flughäfen. Der „Flightright“-Analyse zufolge waren 7754 Flüge von Verspätungen und Annullierungen betroffen. 3,31 Prozent des Gesamtverkehrs war damit nicht pünktlich.

Meiste Verspätungen – Platz 1: Dresden
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1,7 Millionen Passagiere zählte der Airport Dresden 2015. Ob die zurückgehende Zahl mit den Verspätungen zu tun hat? Denn die sind mit einem Anteil von 3,52 Prozent am Gesamtflugvolumen die höchsten in Deutschland. 321 Flüge besonders unpünktlich oder fielen aus.

Wenigste Verspätungen – Platz 5: Hannover
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Der Airport der niedersächsischen Landeshauptstadt eröffnet die Top Fünf der Flughäfen mit den wenigsten Verspätungen. 527 Flüge waren mehr als eine Stunde hinter der geplanten Zeit oder wurden gecancelt – macht 2,55 Prozent am Gesamtflugvolumen.

Wenigste Verspätungen – Platz 4: Bremen
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Rund vier Prozent weniger Passagiere verzeichnete der Airport der Hansestadt 2015. An den Verspätungen kann das eigentlich nicht gelegen haben 256 Flüge waren in Bremen betroffen, das macht einen Prozentsatz von 2,2 Prozent.

Mittelfristig rechne Fraport in Frankfurt mit einem Passagierwachstum von zwei bis drei Prozent, sagte der Unternehmenschef. Das hänge aber auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und Europa ab. Größere Zuwachsraten gebe es eigentlich nur an den Flughäfen, die sich speziell für Billigflieger öffneten, sagte Schulte.

  • dpa
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