Wachstum durch weitere Expansion nach Süden
Baumarktkette Max Bahr strotzt vor Kraft

Bei den deutschen Baumärkten hat die Konsolidierung begonnen. Davon ist zumindest Dirk Christian Möhrle, Geschäftsführender Gesellschafter der Hamburger Max Bahr Holzhandlung GmbH & Co KG überzeugt. Dies führe zu weiteren Preiskämpfen und dem Ausscheiden der schwächsten Marktteilnehmer. Möhrle: „Wem es nicht gelingt, sich in der Region aufzustellen, hat keine Zukunft.“Die Max-Bahr-Gruppe sieht Möhrle dagegen gut gerüstet.

beu HAMBURG. „Wir wollen Verdränger sein.“ Die mit einem Umsatz von 814,3 Mill. Euro neuntgrößte deutsche Baumarktkette investiert jährlich 50 bis 60 Mill. Euro und eröffnet damit zwei bis drei neue Standorte. Dabei konzentriert sich Bahr ausschließlich auf Deutschland. Das Netz von derzeit 78 Filialen reicht von Norddeutschland bis zur Linie Köln - Dresden und soll schrittweise nach Süddeutschland an Standorten erweitert werden, die langfristig den Renditeerwartungen des Unternehmens entsprechen. Traditionell errichtet Bahr seine Baumärkte nur auf eigenen Grundstücken und hat sich auf diese Weise im Laufe der 125-jährigen Firmengeschichte ein beachtliches, wenn auch nicht beziffertes, Polster stiller Reserven geschaffen.

Der Preiskampf habe auch bei Bahr Spuren hinterlassen, räumt Möhrle ein. Auch wurde das Ergebnis durch erhöhte Wertberichtigungen auf Forderungen belastet. Die Folge: der Jahresüberschuss ermäßigte sich trotz des um 3,6 Prozent gestiegenen Umsatzes von 27,5 auf 17,8 Mill. Euro. Die Umsatzrendite schrumpfte von 4,0 auf 2,5 Prozent. Damit liegt Bahr aber immer noch besser als viele Wettbewerber.

Außerdem spiegelt das Ergebnis nur einen Teil der Wahrheit. Die Immobilien werden nämlich von einer eigenen Grundstücksgesellschaft betreut, die im letzten Geschäftsjahr 2003/04 (28.2.) bei 60 Mill. Euro Mieteinnahmen einen Jahresüberschuss von 14,6 Mill. Euro erwirtschaftet hat. Blickt man auf die Gruppe aus Baumärkten und Immobiliengesellschaft, dann steht unter dem Strich ein leicht von 36,6 auf 32,4 Mill. Euro rückläufiger Jahresüberschuss. Demgegenüber hat der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) um gut sechs Prozent auf 89,1 Mill. Euro zugelegt.

Bei anhaltenden Krisen der Baumärkte, so Möhrle, hätte das Familienunternehmen auch noch Spielraum bei den Mieten, die die Baumärkte an die Schwestergesellschaft zahlen müssen.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2003/04 seien die Umsätze nach Plan um 3,6 Prozent auf 458,1 Mill. Euro gestiegen, sagt Möhrle. Versprochen hatte sich Möhrle aber mehr. Zuvor war von einem Plus von zehn Prozent die Rede, da Bahr im Jubiläumsjahr mit Sonderaktionen aufwartet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%