Wachstumskurs in Europa
US-Geschäft drückt Tengelmann in die Verlustzone

Durch Millionen-Verluste bei der US-Tochter A&P hat die Handelsgruppe Tengelmann im Geschäftsjahr 2004/05 rote Zahlen geschrieben. In Europa will der Mülheimer Konzern auf Wachstumskurs gehen und bis zu 5000 neue Stellen schaffen.

HB DÜSSELDORF. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe die Gruppe zwar einen Gewinn von 385 Mill. € verbucht, gab Mitinhaber und Geschäftsführer Karl-Erivan Haub am Mittwoch bekannt. Nach Abzug der Verluste des börsennotierten Supermarktfilialisten A&P (Great Atlantic & Pacific Tea) sei vor Steuern aber nur ein geringer Gewinn geblieben, nach Steuern sogar ein Verlust.

Die übrigen Standbeine des Konzerns - der Lebensmitteldiscounter Plus, die Baumarktkette Obi, der Textildiscounter Kik und die Kaiser's Supermärkte - hätten indes „zufriedenstellende Gewinne“ erwirtschaftet. Konkrete Zahlen zur Ertragslage veröffentlicht das Familienunternehmen in der Regel nicht. Der Umsatz sank den Angaben zufolge um 1,4 % auf 26,34 Mrd. €. Die Tengelmann-Gruppe hat rund 7500 Filialen und 183 000 Beschäftigte.

Für das seit Mai laufende Geschäftsjahr kündigte Haub einen Umsatzanstieg um eine Milliarde Euro an. Die ersten fünf Monate seien sehr gut gelaufen, das Umsatzwachstum in Europa habe sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Die Erträge würden durch den Verkauf der kanadischen Tengelmann-Tochter A&P deutlich höher ausfallen aber weiterhin durch die Restrukturierungen bei A&P in den USA belastet. Tengelmann hatte die Märkte in Kanada im Sommer an den dortigen Kontrahenten Metro Inc für knapp 1,5 Mrd. $ veräußert. Die Handelsgruppe hat sich im Zuge ihrer Sanierung in den vergangenen Jahren von zahlreichen Unternehmensteilen getrennt, darunter von der Drogeriemarktkette KD, die an Rossmann ging. Die Portfoliobereinigung sei nun aber weitgehend abgeschlossen, sagte Haub.

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