Wachstumspotential
Ryanair plant mehr Inlandsflüge

Ryanar weiß, wo noch Wachstumspotential liegt. Der irische Billigflieger will zukünftig mehr Inlandsflüge anbieten und sich dabei neben Großbritannien auch auf Deutschland konzentrieren, kündigte Chef O'Brien an.
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DublinRyanair will auf ein weiteres Gebiet der etablierten Konkurrenz vorpreschen: Inlandsflüge. "Ein Großteil unseres Wachstums wird erst mal unspektakulär aussehen, das Ausmaß wird aber spektakulär sein", sagte Ryanair-Vorstand David O'Brien der Nachrichtenagentur Reuters.

Dabei werde sich der irische Billigflieger auf bewährte Märkte wie Deutschland, Polen und Großbritannien konzentrieren. Vor allem die Zahl der Inlandsflüge, die Ryanair bislang kaum anbietet, soll erhöht werden, sagte der Manager, der Verträge mit Flughäfen aushandelt, um das Streckennetz der Airline zu erweitern.

"Das ist langweilig und unauffällig, aber da liegt das Wachstum", sagte O'Brien. Der Vorstoß in neue Länder im Osten Europas oder im Nahen Osten habe dagegen keine Priorität.

Zuletzt hatte Ryanair bereits einen Großangriff auf Rivalen wie Lufthansa oder KLM-Air France gestartet und will mit speziellen Angeboten verstärkt Geschäftsleute für sich gewinnen. Deren Zahl soll auf 30 bis 36 Millionen im Jahr steigen von bislang geschätzten 20 Millionen der insgesamt 83 Millionen Passagiere.

Bis 2019 soll diese Zahl um 50 Prozent steigen. Um genügend Flüge anbieten zu können, haben die Iren bei Boeing bereits 380 neue Flugzeuge bestellt.

Ryanair kämpft derzeit um ein höheres Ansehen. Der Billigflieger hat zwar mit seinen Niedrigpreisen den Markt aufgerollt, war wegen seiner dürftigen Serviceleistungen bei Verbrauchern aber in die Kritik geraten. Nicht zuletzt, um Geschäftsreisende an sich zu binden, müssten mehr Kurzstrecken und Inlandsflüge angeboten sowie mehr Großstädte angeflogen werden, sagte O'Brien.

In Deutschland hat Ryanair nach der Lufthansa und Air Berlin einen Marktanteil von vier Prozent. Sofern die umstrittene Luftverkehrssteuer abgeschafft wird, dürfte sich das innerdeutsche Angebot erhöhen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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