Waffendebatte
Starbucks will keine Waffen mehr in Cafés

Die Kaffeehauskette Starbucks will in ihren Filialen keine Waffen mehr. Starbucks-Chef Schultz will bewaffneten Kunden den Eintritt nicht verwehren, sondern sie darum bitten, ihre Waffen nicht mit ins Café zu nehmen.
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New YorkDie Kaffeehauskette Starbucks will in ihren Filialen in den USA keine waffentragenden Kunden mehr. Er möchte Besucher bitten, ihre Waffen nicht mehr mit in die Cafés zu nehmen, sagte Starbucks-Chef Howard Schultz am Dienstag (Ortszeit) in einem Interview. Ein Waffenverbot wolle er aber nicht aussprechen.

In den meisten US-Staaten ist es möglich, offen eine angemeldete Waffe zu tragen und viele Unternehmen haben keine eigenen Regeln, die das in ihren Läden verbieten. In den vergangenen Monaten haben sich immer häufiger Waffengegner und -befürworter in den Cafés der Kette getroffen. Starbucks sei „unwillentlich“ in die Mitte einer nationalen Waffendebatte geworfen worden, heißt es in einem offenen Brief von Schultz, der am Donnerstag in großen US-Zeitungen veröffentlicht werden sollte.

Wegen Treffen von Waffenbefürwortern, die ihre Waffen mit in die Cafés genommen hatten, hätten sich andere Kunden „unwohl gefühlt“, sagte Schultz. Er hoffe, dass die Menschen seiner Bitte nachkommen, sagte Schultz weiter. Er betonte, aber, dass auch Kunden mit Waffen bedient werden würden. „Wir werden Sie nicht bitten zu gehen.“

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • Falsche Überschrift, besser: Cafes sind keine politischen Plattformen für die Waffendebatte!

    Starbucks ist unfreiwillig zwischen die Fronten geraten und bittet darum, die Filialen nicht mehr für Waffenpolitik zu missbrauchen, spricht aber keine Verbote aus.

    Hier geht es nicht um das Waffentragen, sondern um die Kampagnen pro- und anti-Waffen. Während die Befürworter Fotos mit Waffen in Starbucks Filialen posteten, riefen die Gegner zum Boykott der Kette auf. Der CEO hat Recht, wenn er zur Mäßigung aufruft.

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