Wal-MArt
Fabriken in Bangladesch scheitern bei Sicherheitstests

Nach dem tragischen Einsturz eines Fabrikkomplexes mit mehr als 1000 Toten ließ US-Einzelhandelskonzern Wal-Mart seine Lieferanten in Bangladesch überprüfen. Das Ergebnis: Von 75 Fabriken fielen zehn durch.
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New YorkBei Sicherheitsüberprüfungen im Auftrag des US-Einzelhandelskonzerns sind zehn von 75 Textilfabriken in Bangladesch durchgefallen. Insgesamt sollten von Bureau Veritas an die 200 Fabriken in Bangladesch überprüft werden, die für Wal-Mart produzieren. Die Untersuchung ist nach dem Einsturz des Rana-Plaza-Fabrikkomplexes in Auftrag gegeben, bei dem im April mehr als 1100 Menschen ums Leben kamen.

Bei den Tests durchgefallene Fabriken hätten bereits Verbesserungen durchführen lassen. Vor Wal-Mart hatten bereits europäische Bekleidungsfirmen ein System von Fabrikinspektionen eingeführt. Nordamerikanische Einzelhändler haben eine eigene Allianz geschmiedet und einen Fonds geschaffen, aus dem Verbesserungen der Sicherheitsmaßnahmen in den Fabriken bezahlt werden.

Bangladesch ist einer der größten Lieferanten für globale Textilunternehmen, weil seine Löhne zu den geringsten in der Welt zählen. Vergangene Woche stimmten Fabrikbesitzer einer Erhöhung des Mindestlohns um 77 Prozent für ungelernte Arbeiter auf 5300 Takas (49 Euro) im Monat zu.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • "Bei den Tests durchgefallene Fabriken hätten bereits Verbesserungen durchführen lassen. Vor Wal-Mart hatten bereits europäische Bekleidungsfirmen ein System von Fabrikinspektionen eingeführt. "

    Wie muss das dann vorher ausgesehen haben?
    Diese Menschenverachtung empfinde ich als widerlich, und das auch noch dafür um jede Menge Müll zu produzieren, der dann wieder an die Armsten durchgereicht wird.
    So einen Kapitalismus will ich nicht, echter Wettbewerb sieht anders aus.

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