Wandel von der Preussag zur Tui
Hintergrund: Reiseriese mit industriellen Wurzeln

Tui ist der umsatzstärkste Reisekonzern der Welt. Im vergangenen Jahr erzielte Unternehmen mit Stammsitz Hannover einen Erlös von rund 18 Milliarden Euro - von denen etwa 13 Milliarden auf die mit Abstand größte Touristiksparte entfallen. Doch das war nicht immer so.

HB HANNOVER. Seit Mitte der 90er Jahre hat die Tui einen tief greifenden Umbau und einen ebenso radikalen Namenswechsel hinter sich. Von den industriellen Beteiligungen der einstigen Preussag, deren Umsatz 1997 noch rund 93 Prozent der Gesamterlöse betrug, hat sich der Konzern Schritt für Schritt getrennt und sich auf das Reisegeschäft konzentriert. Das zweite Standbein, die Schifffahrt, soll mit dem Zukauf der kanadischen Containerlinie CP Ships deutlich gestärkt werden.

Im vergangenen Jahr verreisten rund 18 Millionen Kunden mit Veranstaltern der „World of Tui“. Mit ihren rund 84 Veranstaltern ist die Tui in 18 europäischen Ländern vertreten. Zur Tui gehören ferner 3290 Reisebüros, 120 Flugzeuge, 42 Zielgebietsagenturen und 285 Hotels mit 163 000 Betten in 28 Ländern. Tui bietet damit Urlaub aus einer Hand - von der Reisebuchung, über den Flug bis hin zur Unterbringung in konzerneigenen Hotels und die Betreuung der Gäste durch eigene Reiseleiter. Die Logistikaktivitäten der TUI sind unter dem Dach der Hapag- Lloyd AG zusammengefasst, die unter anderem mit dem Flaggschiff MS Europa auch Kreuzfahrten anbietet. Dazu gehört die Hapag-Lloyd Container Linie mit 57 Schiffen. Gemeinsam mit dem geplanten, 1,7 Milliarden Euro teuren Zukauf CP Ships käme die Sparte nach TUI- Angaben auf eine Flotte von 139 Schiffe (weitere 17 sind bestellt) mit einer Kapazität von 400 000 Standardcontainern auf mehr als 100 Routen weltweit.

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