Warenhäuser
Bieterkampf um Kaufhof

Kommt die Deutsche Warenhaus AG doch noch? Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen bietet jetzt auch für Kaufhof. Damit sind schon mindestens zwei Bieter im Rennen. Die Übernahmeschlacht hat begonnen.
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Berlin/DüsseldorfDer Düsseldorfer Handelskonzern Metro hat gute Chancen, seine Warenhauskette Kaufhof noch in diesem Jahr abzugeben. Nach der Wiener Immobilienfirma Signa hat jetzt auch der Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen Interesse an einer Übernahme angemeldet.

Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa bestätigte Metro das Interesse von Berggruen. Für das operative Geschäft habe Berggruen alleine und für die Immobilien mit anderen Investoren Offerten abgegeben, hieß es aus Unternehmenskreisen. Jeder zweiter Standort des Warenhauses, das seit 1996 zum Metro-Konzern gehört und seit Anfang 2008 auf der Verkaufsliste steht, befindet sich im eigenen Besitz. Mit einer Trennung von Immobilien und operativem Geschäft sei Metro immer sehr vorsichtig gewesen und es sei fraglich, ob sie sinnvoll sei, hieß es weiter.

Berggruens Ziel sei es, Karstadt und Kaufhof unter einem Dach zu vereinen, schreibt dpa. Damit würde die Vision einer „Deutschen Warenhaus AG“, über die seit Jahren spekuliert wird, einen Schritt näher rücken.

Mit Bergruen und Signa sind zwei ernstzunehmende Bieter im Rennen. Zuletzt hatte das Handelsblatt übereinstimmend aus Kreisen der Bieter und Verkäufer erfahren, dass die 134 Warenhäuser schon in wenigen Wochen an Signa weitergereicht werden könnten. "Dies ist der erste ernstzunehmende Versuch, den Kaufhof zu übernehmen", hieß es aufseiten der Kaufinteressenten. Eine endgültige Entscheidung solle in jedem Fall vor Weihnachten fallen.

Ein Berggruen-Sprecher wollte sich zu einem möglichen Angebot für Kaufhof nicht äußern. Er sagte der dpa am Mittwoch, Berggruen habe das Investment bei Karstadt immer als langfristig angesehen. „Wir glauben an das Geschäftsmodell Warenhaus.“ Berggruen hatte die insolvente Kette mit insgesamt 115 Häusern in Deutschland 2010 nach einer monatelangen Zitterpartie übernommen. Schon damals war über mögliche Kauf- und Fusionspläne mit dem Konkurrenten Kaufhof spekuliert worden.

Über den Stand des Verkaufsprozesses will Vorstandschef Eckhard Cordes auf der heutigen Aufsichtsratssitzung berichten. Der Aufsichtsrat der Metro wollte am Mittwoch in Düsseldorf zusammenkommen, am Donnerstag legt der scheidende Konzernchef Eckhard Cordes die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate vor.

Hinter der österreichischen Signa, die von dem 34-jährigen Innsbrucker René Benko geführt wird, verbirgt sich als Investor der griechische Reeder und Milliardär George Economou. Der 57-Jährige bemüht sich seit drei Jahren, das krisenanfällige Geschäft mit der Seefracht durch branchenfremde Beteiligungen abzustützen.

Um in die Bücher der Kölner Warenhausgruppe blicken zu dürfen, sollen die Interessenten als Mindestgebot eine Kaufsumme von 2,4 Milliarden Euro genannt haben. Die Wiener Investorengruppe pflegt bereits enge Verbindungen mit dem Kaufhof-Wettbewerber Karstadt und besitzt neben Immobilien in Österreich auch Immobilien in Deutschland im Wert von einer Milliarde Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • nun versuchen die eigentümer der karstadt immobilien über die gallionsfigur bergbruehn im zweiten anlauf zugriff auf den kaufhof zu erlangen.

    warum es diesmal klappen soll erschließt sich mir noch nicht.

    im übrigen wird die kauflust im land besonders unter dem rückgang der kaufkraft weiter bevölkerungskreise leiden und die steigende inflation sowie stagnierede löhne bei steigenden großhandelspreisen bremst das geschäft der kaufhäuser und da hab ich noch kein wort über die zunahme der imternet preisportale und käufe verloren

    es bleibt interesant...

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