Warenhäuser
Hertie-Besitzer: Rettungsgespräche gescheitert

Der Hauptbesitzer der angeschlagenen Warenhauskette hat die Gespräche mit dem Insolvenzverwalter für gescheitert erklärt. Die Suche nach neuen Investoren für die Häuser ist damit aber noch nicht vorbei.

HB LONDON. Der Hauptbesitzer der Warenhauskette Hertie hat die Rettungsgespräche für das insolvente Unternehmen für gescheitert erklärt. Dem vorläufigen Insolvenzverwalter Biner Bähr sei es nicht gelungen, einen Investor für Hertie zu finden. „Daher haben die Eigentümergesellschaften nunmehr festzustellen, dass keine Basis für konkrete Vertragsabschlüsse besteht“, hieß es in einer Erklärung des niederländischen Hertie-Hauptbesitzers Mercatoria Acquisitions BV (MABV) vom Freitag, die der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegt. Bei den Gesprächen war es um 58 Immobilien gegangen, die MABV besitzt und an Hertie verpachtet. Bähr war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Herties Haupteigentümer MABV, die Muttergesellschaft der Eigentümergesellschaften, will nach eigenen Angaben nun selbst neue Investoren für die Hertie-Standorte suchen. „Wir haben eine Vielzahl von Anfragen zahlungskräftiger und zahlungswilliger Mieter und Käufer für die Standorte.“ Allerdings wäre es MABV lieber gewesen, die Mietverhältnisse mit einem Investoren fortzusetzen, der Hertie und die Belegschaft übernommen hätte.

Weitere Termine für Verhandlungen mit Bähr seien nicht vereinbart worden, er habe die letzte Chance auf Fortführung der insolventen Warenhauskette vertan, sagte ein MABV-Sprecher der dpa in London. Der vorläufige Insolvenzverwalter hatte bei einem letzten Treffen allerdings einen Schweizer Investoren zum Kauf der Warenhauskette ins Gespräch gebracht. Der Investor wolle allerdings nur einsteigen, wenn die Einnahmen in den Läden um zehn Prozent steigen und er Unterstützung aus Steuermitteln bekomme.

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