Warenhäuser mit Traditionsnamen
Hintergrund: Die Kaufhauskette Hertie

2005 ist die Kaufhauskette mit dem Traditionsnamen Hertie aus dem angeschlagenen Handelsriesen Karstadt-Quelle hervorgegangen. Für knapp 500 Mill. Euro verkaufte der später in Arcandor umbenannte Konzern 74 kleinere Warenhäuser an den britischen Finanzinvestor Dawnay, Day Group und die Handelsexperten Hilco UK.

HB FRANKFURT. Die neue Kette firmierte zunächst unter dem Namen Karstadt Kompakt. Im März 2007 wurden die inzwischen noch 73 Geschäfte in Hertie umbenannt, ein Name, der nach der Übernahme der Hertie-Kaufhäuser durch Karstadt im Jahr 1993 aus dem deutschen Handel verschwunden war - mit einer Ausnahme. Das Warenhaus des Karstadt-Konzerns am Münchner Hauptbahnhof lief noch bis September 2007 unter Hertie.

Der Name Hertie geht auf Hermann Tietz zurück, dessen erstes Warenhaus 1882 in Gera eröffnet wurde. In den folgenden Jahrzehnten war aus dieser Keimzelle einer der größten deutschen Warenhauskonzerne entstanden.

Die neuen Hertie-Kaufhäuser liegen überwiegend in Nordrhein-Westfalen und in Norddeutschland. Sie sollten nach Vorstellung der Investoren preislich und vom Angebot her zwischen den großen Konsumtempeln von Karstadt und Kaufhof auf der einen und den Discountern auf der anderen Seite angesiedelt sein. Hertie warb für sein Konzept mit dem Slogan "Das Nachbarschafts-Warenhaus". 2008 sollte das Unternehmen mit nach Gewerkschaftsangaben rund 4 500 Mitarbeitern schwarze Zahlen schreiben.

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