Warenhaus
Für Karstadt sieht es düster aus

Eine nachhaltige Karstadt-Sanierung soll über 200 Millionen Euro kosten und wird viele Mitarbeiter den Arbeitsplatz kosten. Zunächst streicht das Warenhaus einem Zeitungsbericht zufolge mehr als zehn Prozent der Stellen.
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EssenDunkle Wolken ziehen wieder über Karstadt auf. Nach der mit Spannung erwarteten Krisensitzung des Karstadt-Aufsichtsrats wächst nun die Sorge um die Zukunft des Essener Traditionsunternehmens. Das Unternehmen wird unter seinem neuen Besitzer Rene Benko der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ zufolge zunächst 2000 von derzeit knapp 17.000 Stellen streichen.

In den Filialen sollten 1600 Arbeitsplätze wegfallen, in der Verwaltung in der Essener Zentrale 400, berichtete die Zeitung vorab aus ihrer Montagausgabe unter Berufung auf Kreise des Aufsichtsrats. Allerdings könnten auch mehr Stellen betroffen sein, da eine mögliche Schließung von Filialen in den Zahlen nicht enthalten sei. Beschlüsse dazu seien nicht gefallen. Das könne aber in der Sitzung des Aufsichtsrats im Oktober geschehen, berichtete die Zeitung weiter.

Die Sanierung von Karstadt kostet Insidern zufolge gut 200 Millionen Euro. Ohne ein tiefgreifendes Umbauprogramm sei die Existenz der angeschlagenen Warenhauskette nur noch bis 2016 gesichert, sagte eine Person aus dem Unternehmen der Nachrichtenagentur Reuters.

„Derzeit haben wir ausreichend Liquidität. Wenn wir aber nichts machen, wird es 2016 Probleme geben“, sagte der Insider. Die Zahlen gingen aus Unterlagen hervor, die das Karstadt-Management am Freitag an Filialleiter und Betriebsräte verteilt habe. Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ über die Sanierungskosten berichtet. Das Unternehmen lehnte einen Kommentar ab.

Die nötigen Investitionen für eine Rückkehr in die die Gewinnzone würden sich der Analyse zufolge auf 209 Millionen Euro belaufen, so der Insider. Für eine nachhaltige Sanierung würden sogar 263 Millionen Euro benötigt. Daher stehe den 83 Filialen eine Rosskur bevor.

Das Verkaufspersonal solle ebenso abgebaut werden wie die Zahl der Kassen. In der Essener Konzernzentrale sollten 20 Prozent der Stellen abgebaut werden. Karstadt schreibt seit Jahren Verluste. Im Geschäftsjahr 2012/13 (per Ende September) stand ein Fehlbetrag von 131 Millionen Euro in den Büchern.

Kommentare zu " Warenhaus: Für Karstadt sieht es düster aus"

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  • Erfolgreich filetiert ... alle werthaltigen ehemaligen Karstadt-Assets wie die Premiumhäuser um das KaDeWe, Teile der Immobilienliegenschaften und die Markenrechte liegen bei Bergruen, Benko & Co und können nicht mehr zur Sanierung der Warenhauskette herangezogen werden .... dazu gibt´s einen guten STERN-Artikel. Ansonsten hat man wenig Aufschrei gehört, wie kommt´s bei der sonst so sensationsgeilen Medienbranche?

  • Für Karstadt sieht es düster aus? Nein, nur für die Mitarbeiter! Sie müssen mit weniger Hartz IV rechnen, da sie bewusst auf Einkommen verzichteten. Und das Management? Warum müssen die Versager nicht die Verluste ausgleichen??

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