Warenhauskette
Karstadt baut ab

Schlechte Nachrichten für Karstadt-Mitarbeiter: Der Konzern plant den Jobabbau, rund 3000 Mitarbeiter sollen gehen. Einen Bereich der Warenhauskette trifft es besonders hart.
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DüsseldorfGesamtbetriebsrat und Wirtschaftsausschuss haben die Mitarbeiter von Karstadt über die Pläne des Managements zur Sanierung des Essener Warenhauskonzerns informiert. Geplant seien insgesamt Einsparungen von Personalkosten in Höhe von 1.950 Vollzeitstellen, heißt es in dem auf den 5. November 2014 datierten Schreiben, das dem Handelsblatt (Freitagausgabe) vorliegt.

Unter Berücksichtigung der Teilzeitquote wären das circa 3.000 Mitarbeiter. In der Essener Zentrale, intern Service-Center genannt, solle „mehr als jeder vierte Arbeitsplatz“ wegfallen. Bei Karstadt.de ist die Rede von 90 Prozent der Belegschaft.

Neben dem Wort „Abbau“ fällt auch das Wort „Streichung“ mehrmals in der Aufzählung der vorgesehenen Kürzungen: Streichung von Urlaubsgeld, von tariflicher Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) ab 2015 sowie von Tariferhöhungen „über einen langen Zeitraum“. Karstadt hatte 2013 einen bis 2015 befristeten Ausstieg aus der Tarifbindung verkündet. Zudem solle die Arbeitszeit von durchschnittlich 37,5 auf 40 Stunden pro Woche erhöht werden. Karstadt wollte sich auf Anfrage nicht äußern

„Die Unternehmensleitung hat uns aufgefordert in Gespräche zu gehen“, teilen Gesamtbetriebsrat und Wirtschaftsausschuss in ihrem Schreiben mit. Diese würden am 12. November beginnen. In dem Schreiben heißt es: „Dies ist kein Sanierungsprogramm, sondern ein Kahlschlag und ein Frontalangriff auf alle Beschäftigten von Karstadt!!!“

Kirsten Ludowig
Kirsten Ludowig
Handelsblatt / Stellvertretende Ressortleiterin Unternehmen & Märkte

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  • Letztendlich: wo keine Kohle ist, kann wenig oder nichts ausgezahlt werden. Ich denke auf Dauer wird sich dieser Laden einfach nicht mehr halten; das Kind ist tot.

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