Warenhauskette Karstadt
Tarifverhandlungen fortgesetzt

Verdi verhandelt seit heute wieder mit der Führung der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt. Die Gespräche könnten sich jedoch lange hinziehen. Zu weit liegen die Forderungen beider Seiten auseinander.
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Frankfurt/Main/EssenDie Tarifverhandlungen für die angeschlagene Warenhauskette Karstadt sind am Donnerstag in Frankfurt fortgesetzt worden. Die Gespräche sind bis zum Freitag angesetzt, so dass Beobachter zunächst nicht mit Ergebnissen rechneten.

Bereits im Vorfeld der Verhandlungen hatte die Gewerkschaft Verdi den Druck auf die Konzernleitung erhöht und das Unternehmen aufgefordert, endlich ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Wenn es bei den Gesprächen keine Fortschritte gebe, werde die Gewerkschaft über Aktionen nachdenken, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hieß es.

Die Forderungen beider Seiten liegen bislang extrem weit auseinander. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet den Abbau Tausender weiterer Stellen und zusätzliche Filialschließungen beim Essener Traditionsunternehmen. Sie fordert deshalb eine Standortsicherung für alle Karstadt-Häuser und Beschäftigungsgarantien für alle verbliebenen Arbeitsplätze.

Außerdem will sie die Rückkehr des Handelsriesen in die Tarifbindung erreichen. Die Arbeitgeber wollen dagegen Kürzungen etwa beim Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie längere Arbeitszeiten durchsetzen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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