Warenhauskette
Schweizer Investor will Hertie übernehmen

Für die insolvente Warenhauskette Hertie interessiert sich offenbar ein Schweizer Investor. Der Investor wolle allerdings nur einsteigen, wenn die Einnahmen in den Läden um zehn Prozent steigen und er Unterstützung aus Steuermitteln bekomme.

HB LONDON. Der Investor wolle das Geschäft von dem Haupteigentümer des niederländischen Hertie-Besitzers Mercatoria Acquisitions BV (MABV) kaufen und mit 40 bis 45 Häusern fortführen, sagte ein MABV-Vertreter am Freitag der Deutschen Presse-Agentur dpa in London.

Kreise des Insolvenzverwalters dementierten die Filialkürzung. Sollte der Deal mit dem Investor klappen, werde Hertie 54 Filialen weiter betreiben. Bislang sind es 73 Warenhäuser. Dort arbeiten rund 3 400 Menschen.

Herties Haupteigentümer trafen sich im Londoner Bankenviertel zu zweistündigen Sondierungsgesprächen mit Herties vorläufigem Insolvenzverwalter Biner Bähr. Dieser habe den Schweizer Investor ins Gespräch gebracht, ohne ihn beim Namen zu nennen. Eine Investitionssumme und ein Zeitplan seien nicht genannt worden.

Der Investor wolle allerdings nur einsteigen, wenn die Einnahmen in den Läden um zehn Prozent steigen und er Unterstützung aus Steuermitteln bekomme. Der Investor habe zudem die Bewertung des Unternehmens noch nicht abgeschlossen. Welche Geschäfte übernommen und welche weiteren Filialen geschlossen werden sollen, sei nicht konkretisiert worden.

Bei den staatlichen Unterstützungen solle es sich um Garantien der Bundesländer handeln, in denen die Geschäfte weitergeführt werden. Damit solle das Betriebsvermögen sowie Verluste im laufenden Geschäftsjahr abgesichert werden. Die Höhe der Garantien habe Bähr in dem Gespräch nicht preisgegeben.

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