Warenhauskonzern
Karstadt-Chef klagt über schwaches Geschäft

Das kommende Jahr soll für Karstadt ein gutes werden. Bis dahin muss Vorstandschef Andrew Jennings noch kräftig sparen. 2000 Stellen sollen abgebaut werden. Von Liquiditätsengpässen will er allerdings nichts wissen.
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FrankfurtDer Warenhauskonzern Karstadt rechnet erst 2014 wieder mit besseren Geschäften. „Dieses Jahr wird noch hart werden, aber dann werden wir Land sehen“, sagte Vorstandschef Andrew Jennings dem „Tagesspiegel“. 2013 habe, auch wegen des langen Winters, schwach begonnen. „Das Textilgeschäft läuft gerade schlecht in ganz Deutschland“, sagte Jennings. Zugleich belasteten die Euro-Krise und der Konzernumbau das Geschäft: „Es ist klar, dass ein Restrukturierungsprogramm auch kurzfristig negative Effekte auf den Umsatz hat.“ Gerüchte um Liquiditätsengpässe bei Karstadt seien aber „absoluter Nonsens“.

Der 2010 vom Milliardär Nicolas Berggruen aus der Insolvenz übernommene Warenhauskonzern hatte im vergangenen Jahr angekündigt, bis Ende 2014 insgesamt 2.000 Stellen abzubauen. Der Schritt wurde seinerzeit mit den herausfordernden Marktbedingungen begründet. Details zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung nannte Jennings nicht.

Seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2010/11 hatte der Kaufhof -Konkurrent erst verspätet Mitte Februar vorgelegt, Zahlen für 2011/12 wurden noch nicht veröffentlicht. Für das vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 laufende Geschäftsjahr hatte Karstadt unter dem Strich einen Fehlbetrag von 20,8 Millionen Euro ausgewiesen.

Die immer wieder aufkommenden Spekulationen um einen Verkauf der Premiumhäuser wie das KaDeWe in Berlin oder das Oberpollinger in München, wies Jennings zurück. „Ich konzentriere mich auf den Erfolg von Karstadt, und zwar aller drei Säulen: Warenhäuser, Premiumhäuser und Sporthäuser“, sagte er.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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