Warenhauskonzern
Karstadt legt verspätet Bilanz von 2011 vor

Der Warenhauskonzern Karstadt hat nach juristischem Ärger und einem Ordnungsgeldverfahren seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2010/11 offengelegt. Der Umsatz ging etwas zurück, während das operative Ergebnis im Plan lag.
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DüsseldorfNach dem Ärger mit der Justiz hat Karstadt die Bilanz für das Geschäftsjahr 2010/11 im Bundesanzeiger veröffentlicht - Monate später als gefordert. Eigentlich hätte das Unternehmen die Unterlagen bis zum 30. September 2012 einreichen müssen. Da es der Offenlegungspflicht nicht nachkam, hatte das Bundesamt für Justiz im Oktober ein Ordnungsgeldverfahren gegen die Karstadt Warenhaus GmbH eingeleitet und im Januar 2013 eine weitere Geldbuße angedroht.

Nun kann sich jeder die Bilanz von Karstadt im Internet unter www.bundesanzeiger.de ansehen. Danach sank der (Einzelhandels-)Umsatz vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,1 Prozent auf rund 3,23 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis betrug 16,3 Millionen Euro. Es lag um 2,2 Millionen Euro über dem Vorjahreszeitraum „und damit im Plan". Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit dem „Strategiewechsel" summierten sich auf ein Minus von 33,5 Millionen Euro. Der Jahresfehlbetrag lag bei 20,8 Millionen Euro. Der US-Investor Nicolas Berggruen hatte Karstadt 2010 aus der Insolvenz heraus übernommen.

Kirsten Ludowig
Kirsten Ludowig
Handelsblatt / Stellvertretende Ressortleiterin Unternehmen & Märkte

Kommentare zu " Warenhauskonzern: Karstadt legt verspätet Bilanz von 2011 vor"

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  • Die Plaudertasche Jennings macht eine guten
    Job, er blendet die Realitäten aus, und tut so, als ob
    Herr Berggruen und er einen Plan haben.Karstadt als Warenhauskonzept ist tot, und Herr Berggruen müsste rd 500 Mio EUR investieren, um ein tragfähiges Unternehmens-konzept umzusetzen. Er macht das Gegenteil und
    holt etwa über Lizenzahlungen für den ihm gehörenden Namen Karstadt Millionen heraus. Fakt ist, daß Karstadt nicht in
    der Lage ist, über einen operativ erzielten cash-flow seine
    Investitionen zu verdienen. Spätestens 2015 ist diese Rumgeeier ohne Konzept zu Ende, und Karstadt ist an die
    Wand gefahren. Herr Berggruen kann das in Ruhe abwarten,
    er geht mit rd 280 Mio EUR nach Hause, wenn er u.a. alle Karstadt-Immobilien 'verwertet' hat.

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