Warenhauskonzern
Karstadt sagt Verhandlungen mit Verdi ab

Mitte Februar hatte Verdi noch von Fortschritten in den Verhandlungen mit Karstadt gesprochen. Nun hat der Warenhauskonzern für kommende Woche geplante Gespräche abgesagt. Management und Besitzer wollen sich beraten.
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EssenDer Warenhauskonzern Karstadt hat für die kommende Woche geplante Tarifverhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi abgesagt. Grund sei, dass sich das Management mit Besitzer Nicolas Berggruen auf der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag auch über die Tarifverhandlungen beraten wolle, erklärte Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz am Freitag in Essen. Die Verhandlungen mit Verdi würden aber im März wie geplant fortgesetzt. Geplant war eigentlich ein Treffen am Dienstag.

Bei den Verhandlungen geht es nach Angaben von Verdi vor allem um eine Standort- und Beschäftigungssicherung sowie die Rückkehr des Unternehmens in die Flächentarifverträge des Einzelhandels. Die Gewerkschaft hatte Mitte Februar nach zweitägigen Verhandlungen von ersten Fortschritten gesprochen.

Karstadt war im Frühjahr 2013 aus den regionalen Tarifverträgen für den Einzelhandel ausgestiegen, um Kosten zu sparen. Für die rund 20.000 Mitarbeiter des Warenhaus-Konzerns entfallen damit unter anderem bis 2015 Gehaltserhöhungen, die tarifvertraglich vereinbart sind. Berggruen hatte Karstadt im Juni 2010 gekauft, inzwischen hat er Teile des Konzerns weiterveräußert.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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